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Das Wichtigste zum Sport

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Auswirkungen auf den Blutzucker

  • Körperliche Aktivität verbessert die Aufnahme von Glukose in die Muskulatur. Während und nach dem Sport benötigt der Körper deshalb weniger Insulin.
  • Dieser Effekt kann, je nach Belastung, noch Stunden nach dem Sport anhalten. Während dieser Zeit ist der Körper bestrebt, die Glukosespeicher in den Muskeln wieder aufzufüllen („Muskelauffülleffekt“).
  • Durch regelmäßiges Training wird der Stoffwechsel trainiert: die Insulinempfindlichkeit steigt, der Insulinbedarf sinkt.

Der Insulinbedarf hängt ab von:

  • Intensität/Trainingszustand: Je intensiver die körperliche Belastung und je trainierter man ist, desto weniger Insulin wird benötigt.
  • Sportart: Bei Ausdauersportarten (zum Beispiel Laufen oder Walken) sind weniger Schwankungen im Insulinbedarf zu erwarten als bei Sportarten mit wechselnder Belastung (zum Beispiel Tennis).
  • Dauer: Kurze, intensive Belastungen erfordern eine andere Anpassung als mehrstündige, bei denen zusätzlich Kohlenhydrate aufgenommen werden.

Die Therapie anpassen

  • Flexible Anpassung am besten durch die temporäre prozentuale Senkung der Basalrate.
  • Die Höhe der Basalratensenkung wird bestimmt durch:
    ––Ausgangsblutzucker zum Zeitpunkt der Senkung
    –– Intensität des geplanten Sports
    –– Eventuell noch wirkendes Bolusinsulin
  • Vorlaufzeit der Basalratensenkung:
    ––mindestens eine Stunde (Analoginsulin)
    ––mindestens zwei Stunden (Normalinsulin)
  • Tipp: In kleinen Schritten (10 Prozent) herantasten und besser etwas zu viel Insulin reduzieren als zu wenig, um Hypoglykämien zu vermeiden.
  • Ablegen der Insulinpumpe: Bis zu 90 Minuten ohne Insulingabe möglich – bei regelmäßiger Blutzuckerkontrolle. Danach zumindest ein kleiner Bolus, um eine Stoffwechselentgleisung zu vermeiden.

Ausgangsblutzucker Folgende Richtwerte werden allgemein empfohlen:

  • Vor dem Sport: 160 bis 180 mg/dL (8,9 bis 10,0 mmol/L).
  • Bei einem Wert höher als 250 mg/dL (13,9 mmol/L) zunächst Urin auf Azeton kontrollieren bzw. Ketonwert im Blut messen. Kein Sport bei positivem Azeton bzw. Ketonwert < 0,6 mmol/L.

Hypoglykämien vermeiden

  • Vor, während und nach dem Sport den Blutzucker kontrollieren.
  • Sporttagebuch mit Blutzuckerwerten, BE und Basalratensenkung führen, um sich selbst besser einschätzen zu können.
  • Bei Werten unter 150 mg/dL (8,3 mmol/L) ein bis zwei Sport-BE zu sich nehmen und 20 Minuten mit dem Sport warten.
  • Sport-BE richtig wählen: Schnelle BE sind in Saft/Saftschorle, Banane und (flüssigem) Traubenzucker, langsame BE zum Beispiel in Müsliriegeln enthalten.
  • Muskelauffülleffekt beachten:
    ––Basalratensenkung auch nach dem Sport noch einige Zeit beibehalten.
    ––Bei Sport am Abend vor dem Schlafengehen auf einen ausreichenden Blutzuckerwert (mindestens 140 mg/dL bzw. 7,8 mmol/L) achten.

Kategorie: Sport

Schlagwörter: Basalrate | Hypoglykämie | Insulinbedarf | Sport | Stoffwechsel

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