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Mit der Nase dem Blutzucker auf der Spur

Diabetes-Anzeige-Hündin Frieda (in Ausbildung)

Michaela Ristau, selbst Typ 1 Diabetikerin, hat sich auf die Ausbildung von Hypohunden spezialisiert. Für die feelfree Welt berichtet Sie, was ein Hund für diesen besonderen "Job" können muss:

"Hunde können dank ihrer ausgezeichneten Nase Großes vollbringen - sie warnen Diabetiker vor Situationen, in denen der Blutzucker absinkt und geben so im Alltag die Sicherheit, Notfälle zu vermeiden. Diabetes-Anzeige-Hunde, auch Hypo-Hunde (von Hypoglykämie = Unterzucker) oder Diabetikerwarnhunde genannt, können den im Fall von Unterzucker veränderten Geruch des Diabetikers in Schweiß und Atem wahrnehmen und durch spezielles, antrainiertes Verhalten auf den Blutzuckerabfall bzw. den drohenden Unterzucker aufmerksam machen.

Der Diabetiker hat somit die Möglichkeit, schnell genug zu reagieren und sich selbst zu helfen, z.B. durch die Einnahme von Traubenzucker. Damit können lebensbedrohliche Notfälle wie Bewusstlosigkeit, Zuckerkoma, Unfälle mit Verletzungsfolgen vermieden werden.

Wie helfen Diabetes-Anzeige-Hunde im Alltag?
Im Rahmen der Anzeige holt beispielsweise der Diabetes-Anzeige-Hund das Messgerät, Traubenzucker oder Saft und kann auch einen Notfallknopf betätigen oder das Telefon bringen, um Fremdhilfe anzufordern bzw. durch Bellen auf die Notfallsituation aufmerksam machen.

Der therapeutische Nutzen (Sicherheit, vor allem für Kinder und soziale Kontakte, gerade auch für ältere Menschen) ist ebenso wichtig. Folgende Vorteile kann man zusammenfassen:

  • Frühwarnsystem auf 4-Pfoten und Sicherheitsfaktor,
  • Unterstützung beim Diabetes-Management,
  • emotionale Unterstützung,
  • guter Freund im Alltag (für Kinder und Jugendliche),
  • Fitness-Trainer inklusive (regelmäßige Bewegung im Alltag).

Welche Hunde sind geeignet?
Grundsätzlich eignen sich viele Hunde für die Geruchsarbeit und bei weitem nicht nur Rassehunde. Die Ausbildung eines Diabetes-Anzeige-Hundes erfolgt am besten in Selbstausbildung. Hier trainiert der Diabetiker selbst mit seinem Hund unter Anleitung des Trainers – daher ist der Trainingsaufbau nachvollziehbar und kann optimal umgesetzt werden. Da, neben dem individuellen Geruch und der Körpersprache des Diabetikers, vor allem die Bindung zwischen Hund und Mensch über den Trainingserfolg entscheidet, ist eine Fremdausbildung nur schwer möglich (und häufig weniger erfolgversprechend)."

Weitere Informationen und Erfahrungsberichte zur Ausbildung zahlreicher Teams finden Sie auf der Homepage www.diabetesanzeigehund.de

Kategorie: Reisen & Unterwegs

Schlagwörter: Hypoglykämie | Hypohelfer | Hypohund | Notfall | Unterzuckerung

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