Zurück

Neue Norm für Blutzucker- Messgeräte – was bringt sie?

© iStock.com - A330Pilot

Blutzucker-Messgeräte gibt es inzwischen fast wie Sand am Meer. Auf was soll man bei der Auswahl achten? Man kann sich die Größe des Displays anschauen, die benötigte Blutmenge, den Speicher für die Messwerte. Man kann ausprobieren: Wie einfach ist die Handhabung? Und natürlich: Gefällt mir das Gerät und passt es zu mir? Schon schwieriger zu beurteilen ist die Frage, ob das Gerät auch genau misst. Darauf verlässt man sich einfach. Sonst wäre es doch nicht zugelassen, oder?

Abweichungen erlaubt
Fakt ist: So genau wie im Labor kann kein Messsystem zur Blutzucker-Selbstkontrolle messen. Abweichungen sind deshalb in einem gewissen Rahmen „erlaubt“ – solange sie festgelegte Grenzen nicht übersteigen. Diese sind in der europäischen Norm ISO 15197 geregelt. Von dieser Norm gelten allerdings zurzeit zwei Versionen parallel: Seit Mai 2013 gibt es eine neue, verschärfte Version (ISO 15197:2013), während eine andere Norm (ISO 15197:2003) aus dem Jahr 2003 weiterhin gültig ist – mit einer Übergangsfrist von drei Jahren. Erst ab dem 14. Mai 2016 müssen alle Blutzucker- Messsysteme den Vorgaben der neuen Norm entsprechen. Es lohnt sich trotzdem, bei der Wahl des Blutzucker-Messgerätes jetzt schon genau hinzuschauen.

Verschobene Grenzen
Wo sind die Unterschiede? Die Norm aus 2003 legt fest: Unter 75 mg/dL (4,1 mmol/L) müssen 95 Prozent der gemessenen Werte innerhalb eines Schwankungsbereichs von ± 15 mg/dL (0,8 mmol/L) liegen. Darüber innerhalb eines Bereichs von ± 20 Prozent. Die neue Norm (ISO 15197:2013) ist schärfer formuliert: Unter 100 mg/dL (5,5 mmol/L) müssen 95 Prozent der gemessenen Werte innerhalb eines Schwankungsbereichs von ± 15 mg/dL liegen. Darüber innerhalb eines Bereichs von ± 15 Prozent. Gerade im therapeutisch wichtigen Bereich unter 100 mg/dL wurden die Anforderungen damit verschärft. Zudem müssen Messsysteme nach der neuen Norm eine patientenfreundliche Handhabung nachweisen, deren Sicherheit auch ohne Schulung sichergestellt ist.

Kategorie: Blutzuckermessung

Schlagwörter: Abweichung Blutzuckermessung | Blutzuckermessgeräte | Blutzuckerwerte | Messgenauigkeit | Messnormen

Die kontinuierliche Glukosemessung (CGM)

Kontinuierliche Messung statt punktueller Selbstmessung des Zuckers: Dies bieten Systeme für das kontinuierliche Glukosemonitoring (CGM).

Kontinuierliche Messung statt punktueller Selbstmessung des Zuckers: Dies bieten Systeme für das kontinuierliche Glukosemonitoring (CGM).

mehr lesen...

„Wenn schon eine Insulinpumpe, dann ohne Schlauch“

Vor drei Jahren ist Dr. Carolin S. von der ICT auf die Insulinpumpen-Therapie mit der Patch-Pumpe umgestiegen. Wir haben sie in Köln besucht.

Vor drei Jahren ist Dr. Carolin S. von der ICT auf die Insulinpumpen-Therapie mit der Patch-Pumpe umgestiegen. Wir haben sie in Köln besucht.

mehr lesen...

mylife Unio Neva

In Kürze ist das neue Blutzucker-Messgerät mylife Unio Neva verfügbar. Es stellt eine Weiterentwicklung des diskreten mylife Unio Blutzucker-Messgeräts dar und verfügt nun über

In Kürze ist das neue Blutzucker-Messgerät mylife Unio Neva verfügbar. Es stellt eine Weiterentwicklung des diskreten mylife Unio Blutzucker-Messgeräts dar und verfügt nun über eine Bluetooth-Anbindung an die neue mylife App.

mehr lesen...