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Tipps für Angehörige, Freunde und Kollegen

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Wird eine Unterzuckerung nicht rechtzeitig behandelt, sinkt der Blutzucker weiter ab; es kommt zu einer mittelschweren Unterzuckerung. Erkennbar ist dies an Symptomen wie Sprachstörungen, verlang samtem Denken, „Albernheit“ oder Reizbarkeit bis hin zur Aggression. Angehörige bzw. Dritte sollten jetzt rasch eingreifen:

  • Machen Sie den Betroffenen auf die Anzeichen der Unterzuckerung aufmerksam.
  • Reichen Sie Traubenzucker oder Saft. Achtung: Nur wenn der Betroffene noch selbst schlucken kann!
  • Drängen Sie sanft darauf, dass diese auch genommen werden. Diskussionen bringen meist nur wenig.
  • Helfen Sie beim Blutzucker messen.
  • Reichen Sie anschließend noch 1 bis 2 lang wirkende BE/KE in Form von Vollkornbrot, Banane oder Joghurt.

Und denken Sie daran: Menschen in einer Unterzuckerung können reizbar und aggressiv reagieren. Vielleicht fallen verletzende Worte. Nehmen Sie diese nicht ernst; der Betroffene ist sich der Bedeutung nicht bewusst.

Wenn der Betroffene bewusstlos ist:

  • Rufen Sie den Notarzt an.
  • Bei InsulinpumpenTrägern unterbrechen Sie schnellstmöglich die Insulinzufuhr.
  • Bringen Sie ihn in eine stabile Seitenlage mit dem Kopf nach hinten.
  • Auf keinen Fall Traubenzucker oder Saft geben (Erstickungsgefahr).
  • Nur wenn Sie es sich zutrauen: Geben Sie eine Spritze mit Glukagon (Glucagen Hypokit). Glukagon ist ein Hormon, das den Blutzuckerspiegel sofort erhöht indem es für eine Zuckerfreisetzung aus der Leber sorgt, und in diesem Fall lebensrettend sein kann.
  • Achtung: Glukagon ist wirkungslos, wenn die Unterzuckerung auf starken Alkoholkonsum zurückzuführen ist, weil die Leber erst den Alkohol abbaut, bevor sie sich anderen Aufgaben widmet.

Kategorie: Recht & Soziales

Schlagwörter: Diabetesrisiko | Hypoglykämie | Unterzuckerung

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