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Akzeptanz: wichtige Grundlage der Behandlung

© Robert Kneschke - Fotolia.com

Den Diabetes anzuerkennen, ist die Grundvoraussetzung dafür, sich mit Sorgfalt um den Blutzucker zu kümmern. Akzeptanz bedeutet dabei nicht, dass man keine negativen Gefühle wie Ärger oder Traurigkeit wegen der Erkrankung haben darf. Diese sind völlig normal. Aus psychologischer Sicht ist es aber wichtig, sich einzugestehen, dass die Erkrankung von nun an zum Leben gehört, und angemessen damit umzugehen.

Viele Betroffene, die den Diabetes nur schwer akzeptieren können, fühlen sich von der Krankheit stark eingeschränkt. Oder sie glauben, Ärzte oder Angehörige wollten sie bevormunden. Vor allem für jüngere Menschen kann es auch schwierig sein, anzunehmen, dass ihr Körper „nicht richtig funktioniert“. Fehlende Akzeptanz kann auf Dauer schwerwiegende Folgen haben: Wer die Ernsthaftigkeit der Krankheit verleugnet und sich nicht ausreichend um seine Blutzuckereinstellung bemüht, wird mit höherer Wahrscheinlichkeit Komplikationen und Folgeerkrankungen entwickeln. Diese wiederum verstärken die psychischen Barrieren, die der Akzeptanz im Wege stehen – ein Teufelskreis entsteht.

Ärger führt nicht weiter
Manchmal verhindern auch übertriebene Annahmen darüber, wie die richtige Therapie des Diabetes auszusehen hat, eine Akzeptanz der Erkrankung. Patienten glauben etwa: „Wenn ich mich richtig gut um meinen Blutzucker kümmern wollte, müsste ich ja ständig messen, viel Sport treiben und am besten nur noch Gemüse essen.“ Dabei ist es eigentlich andersherum: Wenn sie erst einmal durch intensive Auseinandersetzung mit dem Diabetes eine gute Blutzuckereinstellung erreicht haben, stellen viele Betroffene fest, dass der Diabetes zu einem gewissen Grad „nebenher“ laufen kann. Sich über die Erkrankung zu ärgern und permanent dagegen anzukämpfen, raubt daher meist mehr Energie, als sich produktiv darum zu kümmern.

Machen Sie den Test
Wie viel Zeit beansprucht der Diabetes im Alltag wirklich? Lassen Sie einen Tag lang jedes Mal, wenn Sie Ihren Blutzucker messen, Insulin spritzen usw. eine Stoppuhr mitlaufen. Am Ende des Tages werden in vielen Fällen unter zehn Minuten zusammengekommen sein – weniger als tägliches Duschen und Zähneputzen benötigen.

Kategorie: Recht & Soziales

Schlagwörter: Akzeptanz | Folgeerkrankungen | Motivation

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