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Andropause beim Mann

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Auch bei manchen Männern beginnt der Körper ungefähr ab dem 45. Lebensjahr weniger Sexualhormone zu produzieren. Mediziner bezeichnen die Phase, in der der Testosteronspiegel sinkt, als Andropause. Im Unterschied zur Menopause bei den Frauen betrifft die Andropause aber nicht alle Männer: Nur ungefähr 20 Prozent aller über 65-Jährigen sind mit Testosteron wirklich unterversorgt. Horst Hohmuth arbeitet als niedergelassener Urologe und Androloge in Ulm. In seine Männersprechstunde kommen regelmäßig Betroffene, die unter Beschwerden leiden, die durch eine Hormonumstellung in der Lebensmitte ausgelöst werden. „Dazu gehören Antriebslosigkeit, Energielosigkeit, Stimmungsschwankungen und depressive Verstimmungen. Auch das Nachlassen der Libido sowie Erektionsstörungen sind ein Thema. Manche Männer fühlen sich so, als wäre ihnen der Stecker gezogen“, fasst Hohmuth zusammen.

Gefährliches Übergewicht
Für Typ-1-Diabetiker in der Andropause wird die Situation problematisch, wenn sie durch den langsamer werdenden Stoffwechsel und den Rückgang von Testosteron deutlich an Bauchumfang zunehmen bzw. einen ohnehin zu hohen Body-Mass-Index (BMI) aufweisen. Kritisch ist ein BMI ab 30. Dann liegt eine behandlungsbedürftige Adipositas vor. „Als besonders risikoträchtig gilt die viszerale Adipositas, das Fett am Bauch, das umgangssprachlich auch Killerfett genannt wird“, sagt Hohmuth und fährt fort: „Bauchfettzellen produzieren Leptin, ein Proteohormon, das zur sogenannten Insulinresistenz führen kann. Bei einer Insulinresistenz wird die Stoffwechselwirkung von Insulin blockiert. Das hemmt den Abbau von Glukose und fördert die Bildung von Fettgewebe.

Risiko Doppel-Diabetes
Typ-1-Diabetiker, die während der Andropause stark an Gewicht zunehmen, haben ein erhöhtes Risiko, eine Insulinresistenz zu entwickeln und damit die Entstehung eines sogenannten „Doppel- Diabetes“ zu begünstigen. Davon sind etwa zehn Prozent aller Typ-1-Diabetiker betroffen. Wirksamste präventive Maßnahme ist, nach derzeitigem Stand der Wissenschaft, eine Änderung des Lebensstils, die zur Gewichtsreduktion führt. „Wenn Männer unter einem Testosteronmangelsyndrom leiden, dann muss Testosteron zugeführt werden. Sonst führt der unbehandelte Mangel nochmals zu einer Verschlechterung des Stoffwechsels“, sagt Horst Hohmuth.

Kategorie: Recht & Soziales

Schlagwörter: Schlafstörungen | Testosteron | Wechseljahre

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