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Corona, Diabetes, Freundschaft

Corona, Diabetes, Freundschaft
© iStock.com/Eva-Katalin

Die Corona-Regelungen werden langsam gelockert und manche Menschen nehmen das zum Anlass, das Social Distancing in den Hintergrund treten zu lassen. Wie man das handhabt, hängt von vielen verschiedenen Beweggründen ab, die ich hier gar nicht bewerten will. Fakt ist: Für mich wird es noch eine Weile so bleiben (müssen), dass Freundschaften nur digital gepflegt werden können. Und so schwer und nervig diese Situation ist: Manchmal entstehen daraus schöne Erlebnisse.

Ich habe in letzter Zeit die Erfahrung gemacht, dass Gespräche intensiver werden. Es gibt weniger Ablenkung beim Reden, als wenn man zum Beispiel gemeinsam im Café sitzt oder durch die Stadt spaziert. Außerdem beschäftigt sich jede*r aus gegebenen Anlass irgendwie intensiver mit sich und dem eigenen Leben.

Insbesondere in den ersten Wochen des neuen Alltags in (Selbst-)Quarantäne bekam die Frage „Wie geht es dir?“ eine andere Gewichtung. Denn meistens ist die Antwort darauf recht kurz und geht – wenn es mal nicht so gut läuft - in die Richtung „Muss ja“ und dann wird doch über den Job, die Wochenendplanung oder eine neue Netflix-Serie geredet.

Doch zurzeit weiß man, dass es vielen nicht gut gehen kann. Und zusätzlich ist „Muss ja“ insbesondere in dieser Ausnahmesituation totaler Quatsch. Während einer Pandemie kann nichts müssen. Auf die ein oder andere Weise wissen wir, wie die anderen sich fühlen, weil wir gerade alle in ähnlichen Umständen leben. Oder? Wie ähnlich sind unsere Umstände eigentlich?

Mir ging es in letzter Zeit oft so, dass ich dachte: „Oh, da habe ich mir nie Gedanken drüber gemacht!“ So haben sich wahrscheinlich viele von uns in Situationen wiedergefunden, in denen einem bewusst wurde, was Freund*innen und Familienmitgliedern im Alltag sonst ganz nebenbei leisten oder auf welche Strukturen sie angewiesen sind. Genau solche Gespräche habe ich geführt und war dabei manchmal auch diejenige, die von Dingen aus dem Diabetes-Leben erzählte, die anderen nicht bewusst waren.

Dadurch ist mir mal wieder klargeworden, wie viel Offenheit bringt. Viele Einzelheiten, die wir im Normalfall gar nicht ansprechen, können zu einer neuen Verbundenheit führen. Natürlich gibt es Freundschaften auf unterschiedlichsten Ebenen – in manchen Beziehungen ist „Deep Talk“ nicht das, worum es geht.

Wieder einmal zeigen mir diese Unterhaltungen aber auch auf, was ich selbst „mal eben“ meistere. Es ist toll, dass es sich für mich nicht mehr rund um die Uhr wie eine große Aufgabe anfühlt, meinen Typ-1-Diabetes zu managen. Dennoch ist es eine zusätzliche Anstrengung. Wir leben nicht nur in einer Ausnahmesituation. Wir leben mit Diabetes. Es ist verständlich, in so einer Zeit mal erschöpft zu sein und sich darüber austauschen zu wollen.

Kategorie: Recht & Soziales

Schlagwörter: Diabetes | Typ-1-Diabetes

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