Zurück

Der Weg ist das Ziel: Teil II

© Tanja Fuchs

Den Blutzuckerwert hoch gehalten
„Wir haben regelmäßig gescannt und sobald der Wert sich nach unten bewegte, gegengesteuert.“ Die letzte Verpflegungsstation vor dem Ziel liegt bei Kilometer 80. Die Pause wird etwas länger: Schuhe ausziehen, Füße tapen, essen und trinken. Luka hat eine Blase am Fuß, die sich zwei Kilometer vorm Ziel öffnen wird. „Sich für die letzte Etappe aufzuraffen – das war hart“, sagt Tim. „Aber wir haben uns gegenseitig motiviert.“ Und dann ist es sichtbar: das Ziel am Fähranleger Teufelsbrück. „Die letzten 500 Meter sind wir gerannt.“ Eltern und Mitglieder der „Zuckerschnuten“ stehen jubelnd hinter der Ziellinie. Es ist geschafft. Nach 22 Stunden und zehn Minuten!

Unterstützung von Anfang an
Zwei Stunden später hat Andrea Witt Fotos und Texte auf der Facebook-Seite der Selbtsthilfegruppe „Zuckerschnuten“ veröffentlicht. „Das ist wirklich eine tolle Leistung und unglaublich motivierend für alle anderen Typ-Einser“, sagt die engagierte Diabetesberaterin, die vor 18 Jahren die Selbsthilfegruppe für Eltern, Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes gründete. Kurz nachdem ihre damals zweijährige Tochter die Diagnose erhielt. „Ich fühlte mich allein gelassen mit dem Thema und wollte mich dafür einsetzen, dass es anderen nicht so ergeht.“ Also ließ sich die ausgebildete Arzthelferin zur Diabetesberaterin fortbilden, druckte Flyer, organisierte Treffen und Ausflüge. Auf einem dieser Ausflüge lernten sich Tim und Luka kennen und sind seitdem beste Freunde.

Voneinander lernen, miteinander Spaß haben
Ob zu den Karl-May-Festspielen, in den Freizeitpark oder die Laser-Arena – „es ging mir darum, dass die Kinder Spaß haben und erfahren, wie andere Gleichaltrige mit Typ-1-Diabetes umgehen.“ Entstanden ist eine tolle Gemeinschaft, die sich gegenseitig unterstützt. Es sei großartig, zu sehen, dass viele der inzwischen erwachsen gewordenen, langjährigen Mitglieder sich der Gruppe immer noch verbunden fühlen“, sagt Andrea Witt und fügt mit Bedauern hinzu: „Leider hat niemand Zeit, Lust und Energie, mehr Verantwortung zu übernehmen.“ Dabei, so berichtet die Mutter einer inzwischen 20-jährigen Tochter, sei gerade für Kinder der Austausch mit Gleichgesinnten wahnsinnig wichtig. In ihrem Alltag als Diabetesberaterin erlebe sie immer wieder, dass erwachsene Diabetiker, die in ihrer Jugend diese Art der Unterstützung erfahren hätten, sich sehr viel leichter täten, den Diabetes zu akzeptieren und einen Weg zu finden, gut damit umzugehen.

Die Zuckerschnuten
Hier erfahren Kinder, Jugendliche und junge Menschen mit Typ-1-Diabetes sowie deren Eltern und Geschwister Hilfe zur Selbsthilfe: Freizeitaktivitäten, Ferienfreizeiten, Gesprächskreise, Unterstützung bei Schul-, Kindergarten- und Berufsproblemen, Behördenhilfe, Schulungen, Beratung und vieles mehr.

Kategorie: Sport

Schlagwörter: Aktivität | Ausdauer | Sport | Therapieanpassung

Welcher Yogastil ist der Richtige für mich?

Wer mit sich und seinem Körper im Gleichgewicht ist, dem fällt vieles leichter. Auch der Umgang mit dem Diabetes.

Wer mit sich und seinem Körper im Gleichgewicht ist, dem fällt vieles leichter. Auch der Umgang mit dem Diabetes.

mehr lesen...

Der Weg ist das Ziel:

Zwei Freunde, zwei Paar neue Wanderschuhe und im Gepäck neben dem wichtigsten Diabetesbedarf vor allem eins: 200 Prozent Motivation!

Zwei Freunde, zwei Paar neue Wanderschuhe und im Gepäck neben dem wichtigsten Diabetesbedarf vor allem eins: 200 Prozent Motivation!

mehr lesen...

Diabetes in 5 Typen

Auf der Grundlage einer Datenanalyse von rund 15 000 Diabetespatienten aus Skandinavien bringen schwedische Wissenschaftler eine neue Diabetes-Klassifizierung in fünf Clustern ins

Auf der Grundlage einer Datenanalyse von rund 15 000 Diabetespatienten aus Skandinavien bringen schwedische Wissenschaftler eine neue Diabetes-Klassifizierung in fünf Clustern ins Gespräch.

mehr lesen...