Zurück

Diabetes in Kindergarten und Schule

Tipps für Eltern

© Robert Kneschke - Fotolia.com

Wenn das Kind morgens das Haus verlässt, nimmt es auch den Diabetes mit. Hoffentlich, denken die Eltern, wird heute alles gutgehen. Dies hängt wesentlich davon ab, welche Unterstützung das Kind in Schule und Kindergarten erfährt.

Rechtlich keine Verpflichtung
Lehrer und Erzieher sind, wie jedermann, lediglich zur Leistung von Erster Hilfe verpflichtet, zum Beispiel bei einer Unterzuckerung. Mehr Unterstützung müssen sie nicht geben. Wenn ein Kind einen Kindergarten oder die Schule besucht, muss sichergestellt sein, dass die Therapie selbst durchgeführt werden kann. Entweder durch das Kind oder durch Angehörige bzw. eine Pflegekraft. Auskünfte zur Kostenübernahme von Pflegekräften geben die Krankenkassen.

Informieren und Vertrauen aufbauen
Viele Eltern haben die Erfahrung gemacht, dass Erzieher und Lehrer durchaus bereit sind, sich mehr zu engagieren, wenn sie mehr über den Diabetes wissen oder schon einmal ein Kind mit Diabetes betreut haben. Gerade am Anfang kann ein sachliches Gespräch helfen: Was ist Diabetes? Wie hängen Mahlzeiten, Sport und Blutzuckerwerte zusammen? Was kann das Kind schon selbst, wo braucht es Hilfe oder gelegentlich eine Erinnerung? Was kann schlimmstensfalls passieren? Zählen Sie konkrete Maßnahmen auf, wie Erzieher und Lehrer das Kind unterstützen können: Zum Beispiel, indem sie mit auf Anzeichen einer Unterzuckerung achten, an Blutzucker-Messungen und Essen erinnern (vor allem beim Schulsport), Traubenzucker reichen und im Zweifelsfall die Eltern telefonisch kontaktieren. Sie können auch mit den Pädagogen schriftlich vereinbaren, welchen Maßnahmen Sie zustimmen. So sind beide Seiten abgesichert, zum Beispiel bei einer Bolusgabe über die Insulinpumpe. Machen Sie auch klar: Ein Kind mit Diabetes ist so leistungsfähig wie jedes andere. Es will keine Sonderstellung oder „Mitleid“, sondern einfach ganz normal sein. Übrigens: In Rheinland-Pfalz gibt es jetzt ein Pilotprojekt, bei dem Lehrer und Erzieher im Umgang mit Diabetes geschult werden.

Mehr Info zum Projekt finden Sie hier: www.diabetes-kinderhilfeverein.de

Kategorie: Kinder & Jugendliche

Schlagwörter: Diabetesrisiko | Kinder | Typ-1 Diabetes

Erfahrungen teilen

Wenn Kinder die Diagnose Typ-1-Diabetes erhalten, steht die ganze Familie oftmals vor Herausforderungen. Was ist zu tun? Wo gibt es Hilfe?

Wenn Kinder die Diagnose Typ-1-Diabetes erhalten, steht die ganze Familie oftmals vor Herausforderungen. Was ist zu tun? Wo gibt es Hilfe?

mehr lesen...

Pflege für die Kinderhaut: Was die Hautärztin empfiehlt

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, auch ihre Haut braucht eine besondere Pflege. Empfehlungen dazu gibt die Kinderdermatologin Dr. Rebekka Salgo im Interview.

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, auch ihre Haut braucht eine besondere Pflege. Empfehlungen dazu gibt die Kinderdermatologin Dr. Rebekka Salgo im Interview.

mehr lesen...

Tipps für Angehörige, Freunde und Kollegen

Wird eine Unterzuckerung nicht rechtzeitig behandelt, sinkt der Blutzucker weiter ab; es kommt zu einer mittelschweren Unterzuckerung. Angehörige, Freunde und Kollegen sollten

Wird eine Unterzuckerung nicht rechtzeitig behandelt, sinkt der Blutzucker weiter ab; es kommt zu einer mittelschweren Unterzuckerung. Angehörige, Freunde und Kollegen sollten wissen, wie sie Ihnen im Notfall helfen können.

mehr lesen...