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Diabetes Typ: Mensch!

Schubladendenken für Fortgeschrittene

Mein Diabetes, meine Beziehung und ich
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Doch das Krankheitsbild umfasst nun einmal viel mehr als den Stereotypen des alten, übergewichtigen Menschen – und das bei allen Diabetes-Typen.

Den Überblick bei den unterschiedlichen Diabetes-Formen zu behalten ist gar nicht so einfach. Schon gar nicht, wenn man sich sonst nie damit beschäftigt. Ich fühlte mich nahezu wie eine promovierte Medizinerin, als ich die ersten Male die Unterschiede zwischen Typ-1- und Typ-2-Diabetes erklärt habe. Schließlich kannte ich diese vor meiner Typ-1-Diabetes-Diagnose selbst nicht. Und dann kam der Tag, an dem ich versuchte, mir die restlichen Typen (wovon die meisten unter den Typ-3-Diabetes fallen) einzuprägen, die ich bis heute immer wieder durcheinander bringe.

Warum es nicht um „Typen“ geht
Bis vor gar nicht so langer Zeit war es mir unheimlich wichtig, mich mit meinem Typ-1-Diabetes ganz deutlich von Typ-2-Diabetes zu distanzieren: „Nein, ich habe nicht das, was deine Oma hat“ und „Mehr Bewegung macht mich nicht wieder gesund“, waren dabei immer bedeutsame Sätze. Ich weiß, dass ich damit nicht alleine war (und bin). Denn durch so ein Verhalten ist teilweise eine Barriere zwischen Menschen mit Typ-1-, Typ-2- und Typ-3-Diabetes entstanden. Die einen werden als besserwisserisch wahrgenommen, die anderen als verantwortungslos ihrer Gesundheit gegenüber. Und die Menschen mit Typ-3-Diabetes - haben die überhaupt ein Recht darauf bei dem Ganzen mitzudiskutieren? Was für ein mühseliger Kampf darum, als Mensch gesehen zu werden.

Die Aufklärung über das Krankheitsbild Diabetes mit seinen Formen ist und bleibt wichtig. Die Unterschiede sind wichtig. Es ist wichtig, Vorurteile aus dem Weg zu räumen und sich gegenseitig zu unterstützen. Es ist ein großer Schritt, offen zu einer chronischen Erkrankung zu stehen und natürlich möchte man, wenn man das tut, dass verstanden wird, was diese Erkrankung mit sich bringt. Was beim Leben mit verschiedenen Diabetes-Typen nun einmal stark variiert.

Es geht um den Menschen!
Aber die größte Priorität ist es doch, die Individualität des Menschen mit Diabetes zu sehen und diese zu schätzen zu wissen. Ich dachte einfach zu lange, dass dabei vor allem das Benennen des Diabetes-Typs wichtig ist. Doch inzwischen glaube ich viel mehr, dass es darum geht, meinen persönlichen Umgang mit meinem Diabetes zu verdeutlichen. Es geht um mich. Um meine Gefühle. Und in dem Moment, wo ich diese bereit bin zu offenbaren, geht es nicht um den Diabetes von irgendwem anderes – egal, welcher Typ bei der Person diagnostiziert wurde.

Katharina Weirauch

Kategorie: Recht & Soziales

Schlagwörter: Diabetes | Typ-1-Diabetes | Typ-2-Diabetes | Typ-3-Diabetes | Typ-F-Diabetiker | Übergewicht

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