Zurück

„Durchhänger“ und Krisen richtig einschätzen und bewältigen

© Photographee.eu - Fotolia.com

Auch wer sich gut um seinen Diabetes kümmert, erlebt Phasen mit geringer Motivation. Die Wenigsten können 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr ihren Therapie-Aufgaben perfekt nachkommen. Akuter Stress oder eine gedrückte Stimmung können dazu führen, dass die Blutzuckereinstellung vernachlässigt wird. In den meisten Fällen sind solche „Durchhänger“ nur vorübergehend und daher nicht besorgniserregend. Kommt es allerdings häufiger zu Motivationstiefs oder dauern diese länger an, sollten Sie nach den Ursachen forschen. Sind die eigenen Ansprüche an das Krankheitsmanagement vielleicht so groß, dass sie lähmend wirken? Gibt es soziale Probleme, Faktoren im Beruf oder im Privatleben, die das Diabetesmanagement beeinträchtigen?

Wenn Sie das Gefühl haben, dass die Belastung zu groß wird, um sie alleine zu bewältigen, sollten Sie ein abklärendes Gespräch mit Ihrem Arzt oder einem Psychotherapeuten führen. Dasselbe gilt, wenn der Verdacht auf eine psychische Erkrankung wie eine Depression vorliegt. Tatsächlich gibt es immer mehr therapeutische Angebote, die sich speziell an chronisch erkrankte Menschen richten. Psychologen können sich etwa zum „Psychodiabetologen“ weiterbilden. Dann besitzen sie auch Kenntnisse zu den Auswirkungen der Erkrankung auf den Körper.

Mit Achtsamkeit zu besseren Blutzuckerwerten
Eine neuere Therapieform, die an verschiedenen Standorten auch in Bezug auf das Diabetesmanagement erprobt wird, ist die „Akzeptanz- und Commitment-Therapie“. Darin geht es einerseits darum, die Erkrankung als Teil des eigenen Lebens zu akzeptieren. Zum anderen soll man sich über seine Prioritäten und Ziele im Leben bewusst werden.

Ein Bestandteil dieser Therapie sind Achtsamkeitsmeditationen, die für sich alleine schon ein wertvolles Hilfsmittel im Umgang mit Diabetes sein können. Richtig angewendet, fördern sie die Akzeptanz der Erkrankung und die Entspannung. Das bewusste Wahrnehmen dessen, was in einem vorgeht, trägt zu einem besseren Verständnis der eigenen Beweggründe für das Einhalten oder Nichteinhalten der Therapievorgaben bei. Darüber hinaus kann es der Blutzuckereinstellung zu Gute kommen, seinen Körper genauer zu beobachten. Erste Studien belegen bereits, dass Achtsamkeitstrainings den HbA1c positiv beeinflussen.

Kategorie: Recht & Soziales

Schlagwörter: Akzeptanz | Motivation

Tipps gegen Durchhänger im Diabetes-Management

Ob aus Zeitmangel oder Antriebslosigkeit: Sich im Alltag immer gut um seinen Diabetes zu kümmern, kann herausfordernd sein. Wie vermeidet man, dass sich Nachlässigkeit

Ob aus Zeitmangel oder Antriebslosigkeit: Sich im Alltag immer gut um seinen Diabetes zu kümmern, kann herausfordernd sein. Wie vermeidet man, dass sich Nachlässigkeit einschleicht?

mehr lesen...

Bluzuckermessen in Training und Wettkampf:

Daniel Schnelting ist ein durch und durch positiv denkender Mensch. Der Diabetes gehört mit zu seinem Leben und hat ihn noch nie daran gehindert, absolute Höchstleistungen zu

Daniel Schnelting ist ein durch und durch positiv denkender Mensch. Der Diabetes gehört mit zu seinem Leben und hat ihn noch nie daran gehindert, absolute Höchstleistungen zu erbringen.

mehr lesen...

„Diabetes und Sport? Auf jeden Fall!“

Er gehörte zu den schnellsten 200-Meter-Läufern und war dreimal Deutscher Meister: Daniel Schnelting aus Westfalen. Seit seinem fünftem Lebensjahr muss der Sprinter täglich

Er gehörte zu den schnellsten 200-Meter-Läufern und war dreimal Deutscher Meister: Daniel Schnelting aus Westfalen. Seit seinem fünftem Lebensjahr muss der Sprinter täglich mehrmals seinen Blutzuckerwert kontrollieren.

mehr lesen...