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eHealth – wie Medizin und Technik zusammenwachsen

© Syda Productions - Fotolia.com

Ein Smartphone hat heute (fast) jeder. Das Telefonieren ist für die Nutzer meist nur eine Nebensache. Hauptsächlich werden mobile Anwendungen, sogenannte „Apps“ genutzt. Damit kommt man einerseits schnell an Informationen und kann andererseits Daten erfassen und übermitteln. Ein Beispiel sind Apps für das Diabetes-Management, die als elektronisches Tagebuch genutzt werden – wie mySugr. Auch DiaExpert bietet jetzt eine neue App, mit der Sie bequem bestellen können. Das Rezept vom Arzt fotografieren Sie einfach ab und schicken es vorab an DiaExpert. Das Rezept in Papierform muss man allerdings nach wie vor mit der Post im Freiumschlag hinterherschicken, denn ein rechtsgültiges „elektronisches Rezept“ gibt es noch nicht.

eHealth-Gesetz stellt Weichen
Dieses elektronische Rezept ist lediglich geplant, während die elektronische Gesundheitskarte seit Ende 2015 bereits verpflichtend ist. Die Bundesregierung hat mit der Verabschiedung des eHealth-Gesetzes Ende 2015 die rechtlichen Weichen dafür gestellt und macht nun Druck. Medizin soll digitalisiert werden, um eine bessere Betreuung der Patienten zu ermöglichen. Im Mittelpunkt steht die elektronische Patientenakte, in der ab 2019 alle relevanten Daten gespeichert werden können – wie Arztbriefe, Medikationspläne und medizinische Dokumente, der Mutterpass oder der Impfpass. Hinzu soll ein Patientenfach kommen, in dem der Patient selbst Daten, zum Beispiel aus Fitnesstrackern, speichern kann.

Freiwillige Nutzung
Elektronische Patientenakte und Patientenfach sind Angebote, die freiwillig in Anspruch genommen werden können. Wer sie nutzt, entscheidet zudem selbst, wem er in der „Cloud“ darauf Zugriff erteilen will und ob die Daten auf der elektronischen Gesundheitskarte gespeichert werden dürfen. Die Bundesregierung betont, dass der Schutz der sensiblen Gesundheitsdaten dabei stets an erster Stelle steht. Nur bestimmte Gruppen wie Ärzte und Zahnärzte sollen Zugriff erhalten, zudem benötigt der Arzt einen „elektronischen Heilberufsausweis“ als Schlüssel für das Öffnen der Patientenakte sowie eine PIN.

Was bringt die Digitalisierung?
Ohne Digitalisierung keine Telemedizin, und die wird in Zukunft eine immer größere Rolle spielen. Für viele Diabetiker ist es heute schon Realität, dem Arzt oder der Diabetesberaterin Daten aus dem elektronischen Tagebuch zu senden und diese später telefonisch zu besprechen. Vor allem in ländlichen Gebieten hat das Vorteile, denn der Weg zum nächsten Arzt kann weit sein. Fazit: Die elektronische Patientenakte kommt. Ob sie angenommen wird, muss sich zeigen.

Kategorie: Recht & Soziales

Schlagwörter: App | Digitalisierung | eHealth

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