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Geschafft: Endlich schwanger

© iStock.com/Lyly

Wenn der Schwangerschaftstest ein positives Ergebnis anzeigt, beginnt eine schöne, aber auch aufregende Zeit. Die Hormone sorgen nicht nur für ein Auf und Ab der Gefühle, sondern bringen auch den Insulinbedarf kräftig durcheinander. Jetzt ist vor allem wichtig:

  • Sorgen Sie weiterhin für eine gute Stoffwechseleinstellung. Ihr Diabetesteam wird Sie dabei unterstützen.
  • Nehmen Sie alle Arzttermine wahr, damit Sie sicher sein können, dass Sie und Ihr Kind gesund sind und eventuelle Probleme rechtzeitig erkannt und behandelt werden.
  • Achten Sie auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse, abgestimmt auf die besonderen Anforderungen der Schwangerschaft.
  • Verzichten Sie während der gesamten Schwangerschaft auf Alkohol und Zigaretten.

Phasen der Schwangerschaft
Eine normal verlaufende Schwangerschaft dauert 40 Wochen. Diese Zeit wird in Drittel unterteilt. Jedes Drittel zeichnet sich durch einen typischen Verlauf des Insulinbedarfs aus:

Das erste Schwangerschaftsdrittel
Die Freude über die Schwangerschaft kann in den ersten Wochen bei einigen Frauen durch Übelkeit und Erbrechen getrübt werden. Der Insulinbedarf sinkt gleichzeitig drastisch, so dass die Gefahr von Unterzuckerungen steigt, besonders nachts.

  • Um Unterzuckerungen vorzubeugen, sollten Sie erst nach der Mahlzeit Insulin spritzen bzw. mit der Insu linpumpe geben.
  • Essen Sie kleine Mahlzeiten und trinken Sie gesüßten Tee oder Cola in kleinen Schlucken.
  • Planen Sie vor dem Schlafengehen eine kohlenhydratund eiweißhaltige Spätmahlzeit ein, um nächtlichen Unterzuckerungen vorzubeugen.

Das zweite Schwangerschaftsdrittel
Die Übelkeit nimmt ab, dafür steigt der Insulinbedarf jetzt ständig an: Bis zu 100 % mehr Insulin werden nun benötigt. Dafür sind vor allem die Hormone Östrogen und Progesteron verantwortlich. Der stärkste Anstieg des Insulinbedarfs erfolgt in der Regel zwischen der 28. und 31. Woche.

Das dritte Schwangerschaftsdrittel
Der Insulinbedarf ist noch immer hoch, gleichzeitig ist die Stoffwechsellage so stabil wie in keiner anderen Phase der Schwangerschaft. Zeit, sich zu entspannen und sich langsam auf die Geburt vorzubereiten. Bereits einige Tage vor dem errechneten Entbindungstermin kann der Insulinbedarf schon um 10 – 15 % sinken. Zum Zeitpunkt der Geburt fällt der Insulinbedarf dann weiter schnell ab.

Risikoschwangerschaft?
Erschrecken Sie nicht über das Wort „Risikoschwangerschaft“, das bei Frauen mit Diabetes grundsätzlich im Mutterpass eingetragen wird: Bei optimaler, bereits vor der Schwangerschaft begonnener Betreuung und einer guten Stoffwechseleinstellung können Sie ebenso gut wie jede andere Frau ein gesundes Kind zur Welt bringen.

Kategorie: Schwangerschaft

Schlagwörter: Gestationsdiabetes | Insulinbedarf | Insulinpumpen-Therapie | Schwangerschaft | Stoffwechseleinstellung

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