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Gutes Netzwerk ist wichtig

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Diplom-Psychologe Albert van Leur, Neustadt/ Weinstraße

ff: Herr van Leur, woran erkenne ich, ob ich den Diabetes für mich akzeptiert habe?
Albert van Leur: Akzeptanz bedeutet, aktiv mit dem Diabetes umzugehen. Das Gefühl, kompetent zu sein und handlungsfähig. Psychologen nennen das „Selbstwirksamkeits-Erwartung“: „Ich habe das Gefühl, ich kann eine Situation gut managen“. Das ist die Voraussetzung für selbstbestimmtes Handeln.

ff: Wie entsteht diese Akzeptanz?
Albert van Leur: Wichtige Bausteine sind eine gute Schulung und ein gutes Netzwerk. Zu einem guten Netzwerk gehören Ärzte und Diabetesberater, denen man vertraut, aber auch die Familie, Freunde, Angehörige, Kollegen. Auch der Erfahrungsaustausch mit anderen Menschen, die in der gleichen Situation sind, ist wichtig.

ff: Was raten Sie bei „Durchhängern“ in der Motivation?
Albert van Leur: Phasen, in denen man das Gefühl hat, es läuft mit dem Diabetes nicht so gut, sind normal. Wichtig ist es dann, nicht in eine Abwärtsspirale zu geraten, die heißt: „Ich kann das nicht, das hat sowieso keinen Sinn.“ Stattdessen sollte man einzelne Fehler konkret benennen, analysieren und Lösungen erarbeiten. Und sich selbst Mut machen, indem man sich sagt: „Es gab Phasen, in denen hat es mit dem Diabetes besser geklappt. Und das schaffe ich wieder. Heute ist der erste Tag, dieses Ziel aktiv anzugehen.“

Kategorie: Recht & Soziales

Schlagwörter: Akzeptanz | Folgeerkrankungen | Motivation

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