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Muskel- und Skeletterkrankungen

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Begleitend zum Diabetes können Einschränkungen der Beweglichkeit an den Schultern, Händen und Fingern auftreten. Als Ursache sehen Experten unter anderem eine vermehrte Ablagerung von veränderten Proteinen (Advanced Glycation Endproducts – AGE), die bei der chemischen Reaktion von Proteinen mit Kohlenhydraten entstehen. Sie lagern sich an verschiedenen Strukturen an, welche die Gelenke stabilisieren und beweglich halten. Man spricht auch von „verzuckertem Gewebe“. Die wichtigsten Erkrankungen sind:

Schmerzhafte Schultersteife („Frozen Shoulder“)
Der schmerzhaften Schultersteife geht häufig eine Verletzung oder Entzündung voraus. Als Folge kann sich das Bindegewebe in der Gelenkkapsel vermehren bzw. die Gelenkkapsel kann verkleben und schrumpfen. Die Schulter schmerzt, und die Beweglichkeit ist stark eingeschränkt – bis hin zur Steifheit.

Behandelt werden kann durch Physiotherapie, bei der die Gelenkkapsel gedehnt und schrittweise wieder mobilisiert wird, begleitet von entzündungshemmenden Medikamenten (Antiphlogistika). Wenn sich die schmerzhafte Schultersteife dadurch nicht bessert, kann eine Operation sinnvoll sein. Auf jeden Fall ist Geduld gefragt. Bis sich die verklebte Schulter wieder löst, kann es Monate dauern.

Diabetische Cheiropathie
Andere Begriffe für die diabetische Cheiropathie sind „Steife-Hand-Syndrom“, „Syndrom der limitierten Gelenkbeweglichkeit“ oder „Syndrom der steifen Finger“. Eingeschränkt ist hier die Beweglichkeit der kleinen Fingergelenke. Das ist zwar nicht schmerzhaft, kann aber trotzdem unangenehm sein. Typisches Zeichen ist, dass man die Hände in der „Gebetshaltung“ nicht mehr komplett aneinander pressen oder komplett auf eine Tischplatte drücken kann.

Behandelt werden kann durch Physiotherapie, um die Bewegungsfähigkeit der Finger zu verbessern. Da die Erkrankung mit erhöhten Blutzuckerwerten in Verbindung gebracht wird, empfehlen Experten eine Verbesserung der Stoffwechseleinstellung.

Karpaltunnelsyndrom
Diese Erkrankung betrifft ebenfalls die Hand. Sie wird auch als „Nervenengpass-Syndrom“ bezeichnet. Der Karpaltunnel befindet sich auf der Handinnenseite (Handwurzelknochen und ein bindegewebiges Band bilden eine tunnelartige Röhre) – etwa dort, wo die halbkreisförmige Linie den Bereich des Daumens abgrenzt. Durch diesen Tunnel verläuft ein wichtiger Handnerv, der Nervus medianus. Gerät er unter Druck, dann kribbelt die Hand und schmerzt. Sie fühlt sich wie eingeschlafen an. Die Symptome treten vor allem nachts auf. Bei bestimmten Bewegungen können die Schmerzen bis in den Unterarm ausstrahlen. Im weiteren Verlauf der Erkrankung können Taubheitsgefühle und Probleme beim Tasten und Halten hinzukommen.

Zur Diagnose kann der Arzt unter anderem die Nervenleitgeschwindigkeit messen. Behandelt werden kann über eine Handgelenksschiene und/oder die Gabe von Kortison als Injektion oder in Tablettenform. Bessern sich die Symptome nicht bzw. kommen motorische Ausfallerscheinungen hinzu, muss operiert werden.

Kategorie: Folgeerkrankungen

Schlagwörter: Begleiterkrankungen | Diabetes

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