Zurück

Phasen und Veränderungen

Agenturfoto. Mit Models gestellt. ©iStock.com/YinYang

Hormonelle Schwankungen können durch verschiedenste Umstände und Phasen im Leben verursacht werden: Stress, Krankheit, Körperwachstum, die Menstruation oder Schwangerschaft – sie alle sind in der Lage, den Hormonhaushalt gründlich durcheinander zu wirbeln. Besonders deutlich wird dies in der Pubertät und in den Wechseljahren, wenn der Körper sich verändert. Jede Pubertät, jede Meno- und Andropause verläuft unterschiedlich, ihre Folgen für den Blutzucker sind daher schwer vorhersehbar. Wer aber weiß, was gerade los ist im Körper, dem fällt es meist leichter, Symptome zu deuten und gegenzusteuern. Die Verwechslung einiger typischer Beschwerden mit den Anzeichen einer Über- oder Unterzuckerung lässt sich so vermeiden.

Die Pubertät
Diese aufregende und einmalige Phase im Leben eines jungen Menschen ist und bleibt eine Herausforderung. Für Jugendliche mit Typ-1-Diabetes ist das Meistern dieses Abschnitts sicherlich noch um einiges kurvenreicher als bei Gleichaltrigen ohne die Stoffwechselerkrankung. Denn die hormonellen Veränderungen bringen auch die Insulinempfindlichkeit und den Insulinbedarf aus dem Gleichgewicht. Allen voran das Hormon Somatropin. Dieses für Knochenwachstum verantwortliche Hormon, das während der Pubertät in größeren Mengen ausgeschüttet wird, verschlechtert die Aufnahme von Zucker in den Zellen und lässt Blutzucker und Insulinbedarf steigen. Insbesondere in den Morgenstunden wird es vom Körper freigesetzt und kann zum sogenannten Dawn-Phänomen führen: dem Anstieg des Blutzuckers in der „Dämmerung“.

Östrogen und Testosteron
Neben Somatropin werden in der Pubertät auch vermehrt Geschlechtshormone wie Östrogen und Testosteron produziert. Die Konzentration dieser Hormone im Blut ändert sich häufig derart schnell, dass es kaum möglich ist, die Insulinmengen zeitnah anzupassen. Es ist also gewissermaßen normal, wenn der Blutzucker bei Jugendlichen Schwankungen unterliegt. Doch nicht nur der Blutzucker schwankt: Ein verändertes Schlafverhalten, unregelmäßige Nahrungsaufnahme sowie wechselnde Tagesabläufe und Freizeitaktivitäten sorgen zusätzlich für Instabilität. Nicht zuletzt wird das Erreichen einigermaßen solider Blutzuckerwerte noch dadurch erschwert, dass Teenager andere Dinge im Sinn haben als Blutzuckermessen und BE berechnen. Entsprechend wichtig ist es, dass Heranwachsende bei der Einstellung ihres Diabetes verständnisvolle Unterstützung erhalten: Eltern müssen lernen, loszulassen und Kontrolle abzugeben, ohne Kontakt zu verlieren.

Kategorie: Kinder & Jugendliche

Schlagwörter: Blutzuckerschwankung | Dawn-Phänomen | Hormone | Pubertät | Stress | Wachstum

Schwankungen der Blutzuckerwerte

Jeder Diabetiker, der Insulin spritzt, kennt das: Blutzuckerwerte, die sich offenbar nicht erklären lassen. Der Erfahrung von Diabetesberaterinnen zufolge liegt das häufig an

Jeder Diabetiker, der Insulin spritzt, kennt das: Blutzuckerwerte, die sich offenbar nicht erklären lassen. Der Erfahrung von Diabetesberaterinnen zufolge liegt das häufig an Fehlern, die beim Spritzen gemacht werden.

mehr lesen...

Hormone und ihre Wirkung auf den Blutzucker

Wenn unerklärliche Blutzuckerschwankungen den Alltag mit Diabetes erschweren, ist vielleicht ein Ungleichgewicht der Hormone verantwortlich. Ihr Einfluss auf den Blutzucker ist

Wenn unerklärliche Blutzuckerschwankungen den Alltag mit Diabetes erschweren, ist vielleicht ein Ungleichgewicht der Hormone verantwortlich. Ihr Einfluss auf den Blutzucker ist groß – besonders in bestimmten Lebenssituationen und -phasen.

mehr lesen...

Kortison bei Diabetes

Mit Kortison werden unten anderem rheumatische Erkrankungen behandelt. Die Auswirkungen auf den Stoffwechsel sind spürbar.

Mit Kortison werden unten anderem rheumatische Erkrankungen behandelt. Die Auswirkungen auf den Stoffwechsel sind spürbar.

mehr lesen...