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Teilnahme am Straßenverkehr

© Peter Atkins - Fotolia.com

Die rechtliche Basis für die Teilnahme am Straßenverkehr bildet die Fahrerlaubnis-Verordnung (FEV), die sich an den EU-Führerschein-Richtlinien orientiert. Sie erlaubt Menschen mit Diabetes explizit das Führen eines Kraftfahrzeuges. Gleichzeitig macht sie Einschränkungen hinsichtlich der Fahreignung. So unterscheiden die „Begutachtungsleitlinien zur Kraftfahreignung – 3.5 Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)“ zwischen

Fahrzeuggruppe 1 Fahrerlaubnisklassen A, A1, B, BE, M, L, T (also Motorräder, PKW, landwirtschaftliche Zugmaschinen)

Fahrzeuggruppe 2 Fahrerlaubnisklassen C, C1, C1E, D, DE, D1, D1E (PKW/LKW über 3,5 t, Sattelschlepper u. ä.) sowie FzF (Fahrgastbeförderung)

Rechtlich zuständig, wenn es um die Teilnahme am Straßenverkehr geht, ist die Straßenverkehrsbehörde.

Erteilung der Fahrerlaubnis
Wer für Fahrzeuge der Gruppe 1, z.B. also normale PKW oder Motorräder, den Führerschein erwerben will, hat in der Regel keine Schwierigkeiten. Der Diabetes muss bei der Antragstellung, wenn danach nicht gefragt wird, nicht angegeben werden. In einigen Bundesländern gibt es zusätzlich einen Gesundheitsbogen, in dem auch die Frage nach dem Vorliegen eines Diabetes gestellt wird. Experten empfehlen, diese Frage entweder wahrheitsgemäß zu beantworten oder einfach offen zu lassen. Abgeraten wird davor, die Unwahrheit zu sagen, also „nein“ anzukreuzen. Wer bereits einen Führerschein besitzt und dann an Diabetes erkrankt, muss dies nicht der Straßenverkehrsbehörde mitteilen.

Für Fahrzeuge der Gruppe 2 (LKW) sowie zur Personenbeförderung konnten insulinbehandelte Diabetiker bisher nur in Ausnahmefällen eine Fahrerlaubnis erhalten. Dies hat sich mit den neuen Richtlinien zum Führerschein vom 1. Mai 2014 geändert. In der neuen Begutachtungsleitlinie ist jetzt ausdrücklich festgeschrieben, dass „gut eingestellte und geschulte Menschen mit Diabetes” sowohl PKW als auch LKW „sicher führen“ können – dies gilt auch für die Personenbeförderung (Taxis, Omnibus).

www.bast.de - Auf dieser Seite der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) finden Sie in der Rubrik „Verhalten und Sicherheit/ Fachthemen“ den Text der neuen Begutachtungsleitlinie zur Kraftfahreignung.

Wichtige Regeln beachten
Diabetiker sind im Straßenverkehr verpflichtet, dafür Sorge zu tragen, dass sie sich und andere nicht gefährden. Dazu gehört, abhängig von der Therapie:

  • Unterzuckerungen rechtzeitig erkennen zu können,
  • Traubenzucker immer griffbereit zu haben,
  • vor Fahrtantritt den Blutzucker zu messen und sicherzustellen, dass keine Gefahr einer Unterzuckerung besteht,
  • auch während der Fahrt regelmäßig anzuhalten und zu messen, bei ersten Anzeichen einer Unterzuckerung sofort die Fahrt zu unterbrechen,
  • unmittelbar vor Fahrtantritt kein Insulin zu spritzen,
  • alle 6 bis 12 Wochen die Stoffwechseleinstellung mit dem Arzt zu besprechen.

Wichtigstes Ziel ist es, eine Unterzuckerung während der Fahrt zu vermeiden. Wenn Sie häufiger eine Unterzuckerung haben bzw. diese nicht rechtzeitig wahrnehmen, sollten Sie Ihren Arzt darauf ansprechen.

Kategorie: Recht & Soziales

Schlagwörter: Fahrerlaubnis | Führerschein | Straßenverkehr

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