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Tipps gegen Durchhänger im Diabetes-Management Teil II

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Hilfe annehmen – und Gleichgesinnte treffen
Wer sich als Einzelkämpfer um den Diabetes kümmert, dem wird schnell die Puste ausgehen. Viele erleben die Unterstützung durch die Familie als hilfreich. Wenn Angehörige zum Beispiel die Symptome einer Unterzuckerung kennen, lassen sich viele Hypoglykämien frühzeitig erkennen. In manchen Fällen kann die Hilfe natürlich auch umschlagen. Das Familienmitglied mit Diabetes fühlt sich dann möglicherweise überwacht oder drangsaliert. Solche Probleme sollten am besten direkt angesprochen werden. Neben dem Partner und der Familie kann auch der Kontakt zu anderen Menschen, die mit Diabetes leben, eine große Unterstützung sein. In Selbsthilfegruppen, den Diabetesverbänden und auf „Pumpentreffs“ finden sich genauso kompetente und erfahrene Ansprechpartner wie in Online-Foren und auf Blogs. Auch Diabetes-Schulungen, die speziell ausgebildete Berater in Arztpraxen durchführen, geben vielen Teilnehmern einen Motivationsschub. Regelmäßig das eigene Wissen um den Diabetes aufzufrischen und sich mit anderen auszutauschen, hält langfristig das Engagement aufrecht.

Den Genuss nicht verlernen
Psychologen betonen, dass es gerade bei Diabetes wichtig ist, auch ganz bewusst Momente des Genießens einzulegen. Sich ab und zu etwas zu gönnen, erhält langfristig die Motivation, sich um seinen Blutzucker zu kümmern. Um sich selbst zum Beispiel für einen guten HbA1c zu belohnen, ist alles erlaubt, was Spaß macht – auch der Genuss von zuckerhaltigen kleinen Sünden, die man sich ansonsten vielleicht verkneift. Gerade für Paare ist es außerdem wichtig, dass die Krankheit nicht die ganze Beziehung dominiert. Es sollte noch gemeinsame Themen außer dem Diabetes geben und Zeit für unbeschwerte Momente.

Wann werden Durchhänger bedenklich?
Wenn Menschen mit Diabetes die Therapie schleifen lassen, stellt sich das in den meisten Fällen nur als kleiner Motivationsknick heraus, der von selbst wieder vorbeigeht. Wann aber sind solche Durchhänger besorgniserregend? Vor allem, wenn ein Motivationstief lange anhält oder wenn sich solche Phasen häufen, kann ein Gespräch mit dem Arzt oder einem Psychotherapeuten sinnvoll sein. Mittlerweile gibt es Psychologen, die auf Menschen mit Diabetes spezialisiert sind. Sie wissen oft gut über die alltäglichen Anstrengungen Bescheid, die der Diabetes bedeutet. Ein häufiger Baustein in der Psychotherapie sind Achtsamkeitsübungen. Sie haben sich als ein wertvolles Hilfsmittel im Umgang mit Diabetes herausgestellt. Der achtsame Umgang mit sich und seinem Körper fördert nicht nur die Entspannung und die Akzeptanz der Erkrankung, auch die Blutzuckereinstellung profitiert davon: Studien zufolge verbessert Achtsamkeitstraining den HbA1c von Diabetikern.

Kategorie: Folgeerkrankungen

Schlagwörter: Akzeptanz | Depression | Folgeerkrankungen

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