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Zwei hin, eins im Sinn Rechnen mit Kohlenhydraten

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Zahlenspiele sind für viele Menschen nicht gerade eine Lieblingsbeschäftigung. Wenn man Insulin spritzt, bleibt einem gar nichts anderes übrig: Man muss täglich mit Zahlen jonglieren. Alles, was Kohlenhydrate enthält, muss berechnet werden. Hat man zwar in der Schulung gelernt, ist in der Praxis aber gar nicht so einfach. Abwiegen gibt Sicherheit, doch dafür fehlen im Alltag meist Zeit und Gelegenheit. Also schätzt man die BE-/KEMengen und lässt sich dabei von der Erfahrung leiten. Nicht immer erfolgreich. „Die Patienten machen sich häufig mehr Gedanken darüber, ob das Messgerät richtig misst. Dabei haben Fehleinschätzungen bei den Mahlzeiten einen größeren Einfluss auf die Blutzuckereinstellung“, sagt Diabetesberaterin Sabine Carstensensen.

Wiegen und nachschlagen
Wie viele BE (Broteinheiten) bzw. KE (Kohlenhydrateinheiten) hat ein Lebensmittel? Um das zu ermitteln, gibt es mehrere Möglichkeiten. Die eine heißt: wiegen und in einer Kohlenhydrat-Austauschtabelle nachschlagen. Hat man zum Beispiel eine Portion Kartoffeln von 200 g, dann zeigt ein Blick in die Tabelle, dass sie rund 30 g Kohlenhydrate enthalten. Diese 30 g teilt man durch 12 (= 2,5, wenn man BE berechnet) bzw. durch 10 (= 3, wenn man KE berechnet). Macht etwas Mühe, führt aber zum korrekten Ergebnis und vermitelt ein gutes Gefühl für die Menge, die einer BE bzw. KE entspricht. Ab und zu einen Tag lang die Lebensmittel abzuwiegen, ist deshalb ein guter Tipp.

Schätzen als Alternative
Wenn man keine Zeit hat bzw. unterwegs ist, im Restaurant oder an der Imbissbude isst, dann hilft nur schätzen. Dazu kann man sich die Mahlzeit gedanklich erst einmal aufteilen: Was enthält Kohlenhydrate, was nicht? Und welche Menge entspricht etwa einer BE bzw. KE? Hier muss jeder sein persönliches Augenmaß entwickeln, das sich durch gelegentliches Abwiegen trainieren lässt. Dann stellt sich noch die Frage: Können in den restlichen Bestandteilen der Mahlzeit versteckte Kohlenhydrate enthalten sein, und wie viel muss ich dafür zugeben? Dazu eine Faustregel aus der Schulung: Für Panaden und Soßen rechnet man pro Portion „über den Daumen“ je 1 BE bzw. 1,2 KE.

Und noch ein Tipp: Wer in den allseits beliebten Fast Food Restaurants isst, findet Nährwertangaben meist auf der Internetseite der Restaurantkette. Auch einige Tabellen wie „Be-rechenbar“ oder „Die Diabetes- Journal-Nährwert-Tabelle“ weisen diese Nährwertangaben aus.

Kategorie: Nährwerte berechnen

Schlagwörter: Broteinheiten | Kohlenhydrateinheiten | Mahlzeitenberechnung | Mengenberechnung | Nährwerte

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