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Sind Light-Produkte und Stevia besser?

© Krzysztof Szpil - Fotolia.com

Bis September 2012 gab es die sogenannten „Diabetiker-Lebensmittel“. Dann wurden sie per Gesetz aus dem Handel verbannt. Zu Recht. Sie waren oft nicht nur teurer, sondern hatten auch mehr Fett und Kalorien als „normale“ Produkte. Was bleibt jetzt für Menschen (mit Diabetes), die bewusst auf Zucker verzichten möchten? Light-Produkte können eine Alternative sein, wenn sie zuckerreduziert bzw. mit Süßstoffen gesüßt sind. Trotzdem können sie unter dem Strich locker ebenso viele Kalorien haben wie andere Produkte, denn „Light“ ist oft nur eine Mogelpackung. Hier muss man genau hinschauen, ob zum Beispiel Fruchtzucker (Fruktose) zugesetzt ist, der häufig in Light-Produkten als Sirup hinzugegeben wird. Fruktose ist für die Lebensmittelindustrie praktisch: Er süßt 10 bis 20 Prozent mehr als Haushaltszucker und überdeckt den unangenehmen Geschmack von Süßstoffen. Früher war er auch für Diabetiker empfohlen, denn er wird unabhängig von Insulin verstoffwechselt und hat nur geringe Auswirkungen auf den Blutzucker. Heute weiß man, dass Fruchtzucker eher schädlich für den Körper ist. Er fördert Übergewicht und Insulinresistenz und kann sich negativ auf den Cholesterinspiegel auswirken. Dies gilt übrigens nur für industriell hergestellten Fruchtzucker, der natürlich vorkommende in Obst, Gemüse und Honig kann vom Körper gut verwertet werden und ist auch bei Diabetes (in Maßen) erlaubt. Ist Stevia eine Alternative? Inzwischen gibt es immer mehr Getränke, Joghurts und Desserts, die damit gesüßt sind. Weil Stevia vom Geschmack her – wie Süßstoffe auch – Zucker nicht ersetzen kann, ist in diesen Produkten oft zusätzlich Zucker drin.

Süßstoffe und Alternativen
Süßstoffe sind für Diabetiker nach wie vor eine Empfehlung, wenn man sie denn verwenden möchte. Neun Süßstoffe sind zurzeit in Deutschland zugelassen und gelten innerhalb empfohlener Höchstgrenzen als unbedenklich. Eine Übersicht haben wir für Sie unter www.feelfree-welt.de/downloads zusammengestellt. Mit dem Geschmack ist das bei Süßstoffen allerdings so eine Sache. Es gibt Alternativen, die besser schmecken und allein bzw. in Kombination mit Süßstoffen eingesetzt werden können: Xylit, Erythrit und Stevia. Xylit hat ca. 40 % weniger Kalorien als Zucker und beeinflusst den Blutzucker fast gar nicht. Mit Xylit ist zum Beispiel „Xucker Trink- Schokolade“ gesüßt, der in der Winterzeit bei DiaExpert ein Renner war. Allerdings kann Xylit in größeren Mengen abführend wirken. Dieses Problem hat man bei Erythrit nicht. Es ist vielseitig verwendbar, hat fast keine Kalorien und ist blutzuckerneutral. Wer es schon einmal probiert hat, weiß: Es schmeckt sehr ähnlich wie Zucker, ist aber weniger süß. Zum Backen und Kochen kann es wie Zucker verwendet werden. Beliebt bei DiaExpert ist Sukrin einschließlich der Varianten (Melis, Pluss mit Stevia, Gold). Inhaltsstoff von Sukrin ist Erythrit, bei Sukrin Pluss kommt Stevia dazu, was es süßer macht. Stevia selbst kann in der Küche ebenfalls in Form von Granulat oder Sirup verwendet werden, hier muss man allerdings vorsichtig dosieren, denn es ist meist hoch konzentriert und in der „Überdosis“ wird es bitter.

Kategorie: Ernährungsweisen

Schlagwörter: Stevia | Süßstoffe | Zucker

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