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Ernährung: Leberfasten

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Eine Fettleber, die nicht auf übermäßigen Alkoholkonsum zurückzuführen ist, kann zu Insulinresistenz, Übergewicht, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen führen. Menschen mit Prädiabetes und Typ-2-Diabetiker haben ein erhöhtes Risiko. In den meisten Fällen lässt sich bei Betroffenen ein erhöhter Bauchumfang nachweisen. Bei Frauen gelten mehr als 80 cm als kritisch, Männer gehören ab 90 cm und mehr zur Risikogruppe. Aber auch schlanke Menschen können unter einer nicht-alkoholischen Fettleber leiden, die Diagnose ist jedoch nicht immer einfach. In fortgeschrittenen Stadien kann eine Ultraschall-Untersuchung Gewissheit geben; frühe Stadien sind nur mittels Biopsie oder MRT-Untersuchung hundertprozentig nachweisbar. Ein wichtiger Indikator ist aber der Fatty-Liver-Index, welcher BMI, Taillenumfang, Triglyceride und das leberspezifische Enzym Gamma-GT berücksichtigt. Manchmal, so Sabrina Herbst, deuten auch erhöhte Cholesterin- und Leberwerte bei ansonsten schlanken Menschen auf eine Fettleber hin.

14 Tage gegen die Fettleber
Sabrina Herbst ist Diät- und Diabetes-Assistentin und weiß, wie sich eine nicht-alkoholische Fettleber mit einer speziellen Diät behandeln lässt: Leberfasten. Frau Herbst hat nicht nur mehrere Betroffene durch das spezielle Fastenprogramm begleitet; sie hat die nach Dr. Nicolai Worm entwickelte Methode selbst getestet. „Da ich weder übergewichtig bin, noch an einer Fettleber leide, waren die Auswirkungen bezüglich Bauchumfang und Gewichtsreduktion bei mir nicht gravierend“, so die in Berlin praktizierende Ernährungsberaterin. Einen Zentimeter Bauchumfang und ein Kilogramm Gewicht habe sie abgenommen. „Ich habe vor allem den Effekt der Entschlackung und Entgiftung wahrgenommen, ich fühlte mich im Anschluss fitter und weiß jetzt außerdem, dass es nicht allzu schwierig ist, das 14-tägige Leberfasten durchzuhalten.“ Das Konzept des Münchner Diplom-Ökotrophologen leuchtet ein: Angelehnt an die berühmten Hafertage hat Dr. Worm seine spezielle Formula-Diät entwickelt und einen Shake hergestellt, der nicht nur besonders lange sättigt, sondern auch noch gut schmeckt. Ballaststoffe, Vitamine und entzündungshemmende Wirkstoffe sowie nicht zuletzt Substanzen, die die Fettverbrennung in der Leber fördern, sind im HEPAFAST-Shake enthalten. Er wird dreimal täglich getrunken. Mittags und abends soll eine zusätzliche Gemüsemahlzeit mit wichtigen Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen versorgen. Erlaubt und wichtig sind außerdem reichlich Mineralwasser oder Kräutertee; auch Kaffee darf getrunken werden. Alles natürlich ohne Zucker.

Nur nach Absprache mit dem Arzt
In Bezug auf das Leberfasten bei Menschen mit Typ-1-Diabetes und ohne Fettleber liegen keine nennenswerten Erfahrungen vor. Typ-1-Diabetiker, die unter einer Fettleber leiden oder sich aus präventiv- gesundheitlichen Gründen dafür interessieren, sollten zunächst ihren Arzt ansprechen. Grundsätzlich kann das Leberfasten nach Dr. Worm nicht auf eigene Faust durchgeführt werden. Nur nach Rücksprache mit dem Arzt und mit der Begleitung durch einen zertifizierten Ernährungsberater ist es möglich, die benötigte Menge der HEPAFAST-Shakes zu beziehen. Typ-1-Diabetiker müssen beachten, dass eine Anpassung der Basalrate notwendig sein kann. Veränderungen der Insulindosis sollten vom Arzt überwacht werden.

Kategorie: Abnehmen

Schlagwörter: Abnehmen | BMI | Diät | Fettverbrennung

Diabetes & Ernährung

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