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Wenn Fruktose Beschwerden auslöst

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Fruktosemalabsorption, sagt Dr. Tombek, sei zumeist eine erworbene Unverträglichkeit, die sich in den allermeisten Fällen wieder heilen lasse. „Es liegt fast immer an einer Überfrachtung des Körpers durch Fruktose und Haushaltszucker“, erklärt Astrid Tombek. „Wenn die aktiven Transporter im Darm überlastet sind und dadurch zerstört werden, entwickelt sich schnell eine Fruktosemalabsorption. Der Dünndarm ist dann nicht mehr in der Lage, Fruktose zu resorbieren.“ Die Folge: Magen-Darm-Beschwerden, die mal mehr und mal weniger ins Gewicht fallen und unter anderem mit Bauchkrämpfen, Völlegefühl und Blähungen einhergehen. Betrachtet man die großen Mengen industriell zugesetzter Fruktose in allen möglichen Nahrungsmitteln und Getränken, scheint es nicht verwunderlich, dass immer mehr Menschen eine Malabsorption entwickeln. Zumal industriell hergestellter Fruchtzucker wesentlich intensiver ist als jener, der natürlicherweise im Obst steckt.

Was tun?
Durch die Einhaltung einer Diät, bei der man vier bis sechs Wochen keinen Zucker und keine Fruktose zu sich nimmt, erholt sich der Dünndarm wieder. Man könne dann langsam wieder damit beginnen, fruktoseärmeres Obst zu essen, so Dr. Tombek – am besten in Kombination mit Traubenzucker. Warum? Traubenzucker ist nichts anderes als Glukose und verbessert die Aufnahme von Fruktose im Dünndarm. Das ist bei Obst nicht anders. Früchte enthalten neben Fruktose auch Glukose. Jene Obstsorten, die im Verhältnis deutlich mehr Fruktose enthalten (wie Äpfel oder Birnen), sind für Menschen mit einer Malabsorption schlechter verträglich. Die zusätzliche Aufnahme von Traubenzucker – also Glukose – führt zu einer besseren Verträglichkeit. Achtung: Bei Diabetes muss man vorsichtig sein und sich langsam herantasten. Am besten ist es, nach einer diagnostizierten Fruktosemalabsorption ein Gespräch mit einer Diabetes- oder Ernährungsberatung zu suchen.

Kategorie: Ernährungsweisen

Schlagwörter: Fruktose | Malabsorption

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