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Im Trend: Intervall-Fasten Geht das auch mit Diabetes?

Agenturfoto. Mit Models gestellt. ©iStock.com/seandeburca

Experten-Tipp: Stefanie Kehr, selbstständige Diät-, Ernährungs- und Gesundheitsberaterin, Fastenleiterin AGL und NLP-Master

Als Fasten wird der völlige oder teilweise Verzicht auf feste Speisen oder bestimmte Getränke und Genussmittel über einen bestimmten Zeitraum bezeichnet. Fasten, auch das ist bekannt, reinigt den Körper und den Geist. Es hilft beim Abnehmen, kann sich positiv auf Erkrankungen und Beschwerdebilder auswirken und gibt dem Fastenden zudem das Gefühl, etwas Gutes für sich zu tun. Heil- oder Buchinger- Fasten, Basen- oder Intervall-Fasten, ... – die Methoden sind vielfältig, die Effekte positiv. Uns interessiert an dieser Stelle insbesondere das sogenannte Intervall- Fasten, genauer gesagt die Methoden 16:8, 5:2, 6:1. Was verbirgt sich dahinter? Warum ist es gesund? Und wie verhält es sich, wenn Menschen mit Diabetes intermittierend fasten möchten? Wir sprachen darüber mit Stefanie Kehr von der Akademie Gesundes Leben in Oberursel.„Unter Intervall-Fasten“, erklärt die Diätund Ernährungsberaterin, die unter anderem Fastenkurse leitet, „versteht man den zeitweisen Verzicht von Nahrungsaufnahme.“ Je nach Methode werde dabei in bestimmten Zeiträumen gefastet und dann wieder normal gegessen.

16:8, 5:2 oder 6:1?
Die derzeit wohl beliebteste Methode scheint das 16:8-Fasten zu sein: Innerhalb von acht Stunden darf normal gegessen werden, während anschließend 16 Stunden lang nur Wasser oder ungesüßter Tee bzw. schwarzer Kaffee erlaubt sind. „Im Prinzip entspricht das dem früheren ‚Dinner Cancelling‘, also dem Verzicht auf das Abendessen.“ Die Idee, so die Ernährungsberaterin, sei also nicht ganz neu und die Methode scheint von allen Fastenarten am einfachsten durchführbar. Schließlich liegt die Nacht zwischen der letzten und ersten Mahlzeit, wodurch sich für viele bereits die Hälfte der Fastenzeit schlafend erledigt hat. Etwas schwieriger könnte sich die andere Hälfte gestalten, denn wer gegen 16 Uhr den letzten Imbiss zu sich nimmt, hat immer noch sechs bis sieben Abendstunden zu überbrücken. Eine weitere Methode ist das 5:2-Fasten, dabei wird an fünf Tagen der Woche normal gegessen, während an zwei (frei wählbaren) Tagen nicht mehr als 500 bis 600 Kalorien erlaubt sind. Alternativ bietet sich das 6:1-Fasten an. Das bedeutet sechs Tage lang normal essen und dann einen Tag lang bei Wasser, Tee, Gemüsesaft und -brühe fasten.

Warum ist das gut?
Wenn wir einen Blick zurück auf die Menschheitsgeschichte werfen, so entspricht gelegentliches Fasten der menschlichen Natur eher als Leben im Überfluss. Nie hatte der menschliche Organismus so viel Nahrung zur Verfügung, wie es in unseren Breitengraden seit einigen Jahrzehnten der Fall ist. Unser Körper ist aber darauf programmiert, zwischendurch Hunger zu haben und sich zu bewegen. Ständige Kalorienzufuhr jedweder Art ist schädlich. Jede Zwischenmahlzeit lässt den Blutzucker ansteigen. Ist die Bauchspeicheldrüse noch intakt, kann eine ständige Ausschüttung von Insulin zu ihrer Ermüdung führen und die Körperzellen unempfindlicher gegenüber Insulin machen. Dadurch steigt das Risiko für Typ-2-Diabetes. Auch für Menschen, die ihr Gewicht reduzieren und einer sogenannten Fettleber vorbeugen möchten, ist das Einhalten von Pausen zwischen den Mahlzeiten von großer Bedeutung.

Fortsetzung folgt...

Kategorie: Abnehmen

Schlagwörter: Abnehmen | Ernährung | Genuss

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