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Künstlich zugesetzte Fruktose meiden

Künstlich zugesetzte Fruktose meiden
©iStock.com/PRImageFactory

Dass Glukose den Blutzucker sofort ansteigen lässt, Fruktose sich diesbezüglich jedoch kaum auswirkt, ist hinlänglich bekannt und – was die Glukose betrifft – für Diabetiker zentrales Wissen. Dass Fruktose sich aber – wenn im Übermaß und als künstlicher Zusatz verzehrt – auf dem Weg über die Leber ebenfalls auf die Insulinresistenz auswirkt, ist erst in den letzten Jahren klar geworden. In zahlreichen Studien ragen immer wieder die Zuckergetränke negativ heraus. „Man kann wirklich ohne Übertreibung sagen, dass viele Softgetränke nicht nur die mit Abstand ungesündesten Kohlenhydratevertreter sind – sie gehören zu den ungesündesten ‚Lebensmitteln‘ überhaupt“, schreibt Bas Kast in seinem Buch „Der Ernährungskompass“. Durch tausende Ernährungsstudien aus der modernen Medizin, der Stoffwechsel- und der Altersforschung hat sich der Wissenschaftsjournalist hierfür gearbeitet, um seine Erkenntnisse dann auf rund 300 Seiten zusammenzufassen. Ausführlich, kurzweilig und oft sehr überraschend; nicht, um den Leser zu belehren, sondern vielmehr, um seine eigene Ernährung zu hinterfragen und selbst umzustellen. Kast weiß also, wie schwer es ist, eingefahrene, liebgewonnene und gewohnte Wege zu verlassen. Was zum Beispiel den Fleischkonsum betrifft, habe er, schreibt er im Kapitel „Proteine“, eine ganze Weile gebraucht. Insbesondere wenn es darum ging, etwas Festliches ohne Fleisch auf den Tisch zu bringen, sei das zunächst herausfordernd gewesen. „Aber es geht! Und mit etwas Übung immer besser.“

Leere Kalorien
Wahre Übeltäter unserer modernen Ernährung sind energiereiche, aber nährstoffarme Lebensmittel wie zum Beispiel Weißbrot. „Ich weiß, es schmeckt herrlich, aber ich behandle Weißbrot inzwischen als eine Art Süßigkeit“, schreibt Kast und zitiert einen belgischen Arzt: „Weißbrot ist das, was übrigbleibt, wenn man aus Brot alle Mineralien, Ballast- und Nährstoffe rausholt.“ Wer sich überwiegend aus nährstoffarmen Lebensmitteln ernähre, decke möglicherweise nie ganz seinen Bedarf an lebenswichtigen B-Vitaminen, Folsäure und Mineralien, Selen, oder heilsamen Fetten, die zum Beispiel beim Ausmahlen eines Korns verloren gingen, sagt Kast. Unser Körper gebe ständig das Signal, „dass ihm (obwohl wir doch so ordentlich reinhauen!) immer noch etwas fehlt.“ Also essen wir weiter.

Fortsetzung folgt...

Kategorie: Abnehmen

Schlagwörter: Abnehmen | Ernährung | Fruktose | Genuss | Gesunde Ernährung | Glukose

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