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Löffelweise Süßes: Zucker und die Alternativen

© Piotr Marcinski - Fotolia.com

„Wer Zucker hat, darf keinen Zucker essen.“ Dieses Vorurteil hält sich leider hartnäckig – und ist natürlich komplett daneben. Die Zeiten, in denen Zucker für Menschen mit Diabetes tabu war, sind dank flexibler Therapien längst vorbei. Zucker ist heute aus einem anderen Grund ein Problem, nicht nur für Diabetiker: Er macht dick und ist (fast) überall drin, selbst in Produkten, in denen man ihn gar nicht vermuten würde. Das summiert sich – im Schnitt auf ca. 100 Gramm Zucker, den wir in Deutschland täglich zu uns nehmen. Würde man die Menge auf dem Tisch vor sich aufbauen, dann wären das ca. 40 Stück Würfelzucker. Und das ist nur die halbe Wahrheit. Denn in diese Menge noch nicht eingerechnet ist die Glukose, die jeder zusätzlich aufnimmt. Als „Glukose-Sirup“ und „Glukose-Fruktose-Sirup“ versteckt sie sich in Getränken und Süßwaren. Zucker hat nämlich viele Gesichter – zumindest auf den Etiketten der Lebensmittel im Supermarktregal: Glukose, Galaktose, Fruktose, Xylose, Saccharose, Laktose, Maltose heißen die süßen Varianten. Das Lebensmittelgesetz schreibt vor: Angegeben werden müssen auf dem Etikett die enthaltenen Gramm Kohlenhydrate (pro 100 g) eines Lebensmittels sowie der enthaltene Zucker in Gramm. Zudem muss der Anteil einiger Varianten wie Fruktose, Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe in Prozenten ausgewiesen werden. Da finden sich auf einem Etikett außer dem Wort „Zucker“ schnell drei oder vier Synonyme für Süßes.

Zucker versteckt sich
Zucker liefert vier Kilokalorien pro Gramm. Dass er in Marmelade, Joghurt, Schokolade und Co. enthalten ist, liegt auf der Hand. In Ketchup, Fertigsaucen, Gewürzgurken und Krautsalat würde man ihn erst einmal nicht vermuten. Dabei können die eigentlich herzhaften Speisen wahre Zuckerbomben sein. Ketchup wird aus Tomaten gemacht, die sind von Natur aus süß. Dann wird allerdings noch jede Menge Zucker zugesetzt. So kommt ein Esslöffel Ketchup unter dem Strich auf zwei Gramm Zucker. Bei anderen Fertigsaucen wie Barbecue- und Currysauce sieht es nicht besser aus. Auch bei Fertigsalaten wundert man sich. Geflügelsalat hat meist Obst an Bord, das allein erklärt aber nicht seinen hohen Zuckeranteil. Er macht bei 100 Gramm Salat bis zu zehn Prozent aus. Ähnlich ist es bei Krautsalat. Hier steckt in 100 Gramm Salat also fast so viel Zucker wie in 100 Milliliter Orangensaft.

Kategorie: Ernährungsweisen

Schlagwörter: Stevia | Süßstoffe | Zucker

Diabetes & Ernährung

Zuckeraustauschstoffe

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