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Nährwertangaben: Das Kleingedruckte verstehen

Kohlenhydrate richtig berechnen
Agenturfoto. Mit Model gestellt. ©iStock.com/Ridofranz

Eigentlich können wir uns glücklich schätzen. Die Vielfalt unterschiedlicher Nahrungsmittel, die sich in den Supermarktregalen darbietet, ist ausgesprochen groß. Regionales und überregionales Obst, Gemüse und Getreide, Hülsenfrüchte und Nüsse, Fleisch, Fisch sowie zahlreiche Milch- und Molkereiprodukte. Gluten-, fruktose- und laktosefrei, ohne Allergene, proteinreich oder fettarm. Mehr noch: In keinem anderen europäischen Land sind Lebensmittel so günstig wie in Deutschland. Doch was die einen als Vorteil betrachten, verunsichert andere: Was ist wirklich gesund und was sollte man lieber nicht in den Einkaufswagen legen? Worin sind besonders viele essenzielle Nährstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe enthalten? Was müssen Menschen, die abnehmen möchten, beachten und warum ist es gerade für Diabetiker wichtig, auf das Kleingedruckte zu achten? Klar ist: Viele verarbeitete Lebensmittel enthalten Zusätze, die nicht immer gesundheitsfördernd sind. Sie können unter Umständen Auswirkungen auf den Blutzucker, den Darm und das Gewicht haben. Ob aus dem Kühl- oder Tiefkühlregal, in Konserven oder Gläsern: Um Schwächen zu entdecken, muss man schon ziemlich genau hinsehen. Weil die Politik sinnvolle Entwicklungen manchmal eher ausbremst, statt diese zu fördern, ist der Verbraucher – wie so oft – auf sich allein gestellt. Ein gutes Beispiel hierfür liefert der Nutri-Score.

Ist Transparenz verboten?
Mitte April berichteten Medien bundesweit über das gerichtlich erlassene Verbot, Lebensmittel mit dem Nutri-Score zu kennzeichnen. Iglo wollte seine Produkte mit der farblichen Nährwertkennzeichnung versehen und hatte eine einstweilige Verfügung erhalten. Das deutsche Markenunternehmen für Tiefkühlkost ging in Berufung und verließ den Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL). Der Verband beharre auf alten Positionen und verhindere die Mitgestaltung von gesellschaftlichen Veränderungen, so eine Begründung für den Austritt. Der Nutri-Score, sagt Alfred Jansen, sei aber nur ein Grund für den letzten Schritt gewesen, dem Verband den Rücken zu kehren. In einem Gespräch mit der feelfree Redaktion erläutert der Pressesprecher von Iglo die Hintergründe, die zur Entscheidung für die Verwendung der farbigen Nährwertkennzeichnung geführt hatten: Bereits seit 2013 habe man alle Produkte von unabhängigen internationalen Ernährungsexperten im Rahmen eines sogenannten Nutrition Advisory Boards nach ernährungsphysiologischen Kriterien bewerten lassen, um Optimierungsbedarf zu ermitteln und besser zu werden. „Durch die Einführung des Nutri-Score wollten wir diese Aktivitäten auch nach außen sichtbar machen und dem Verbraucher mehr Transparenz liefern.“ Zudem habe Iglo mit diesem freiwilligen Schritt auch die Ankündigung von Danone unterstützen wollen, die Nährwertampel auf Milchfrischeprodukten einzuführen.

Fortsetzung folgt...

Kategorie: Nährwerte berechnen

Schlagwörter: Lebensmittel | Nährwertangabe | Unterwegs

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