Zurück

Süßer Luxus, schädlicher Dickmacher: Zucker und die Alternativen

Süßer Luxus, schädlicher Dickmacher: Zucker und die Alternativen
©iStock.com/fergregory, Mara Zemgaliete - stock.adobe.com

Die meisten Menschen in Deutschland essen zu viel Zucker. 25 Gramm am Tag, so empfiehlt es die Weltgesundheitsorganisation (WHO), ist die maximale Menge, die nicht überschritten werden sollte. 25 Gramm entsprechen etwa 6 Teelöffeln, der durchschnittliche Verbrauch hierzulande liegt bei 18 Löffeln täglich. Um diese Menge zu erreichen, muss man nicht einmal besonders viele Süßigkeiten essen. Der größte Anteil des Zuckers, den wir zu uns nehmen, versteckt sich hinter einer Vielzahl undurchsichtiger Bezeichnungen und in Produkten, in denen man zunächst gar keinen Zucker vermuten würde. Etwa 80 Prozent aller Lebensmittel im Supermarkt enthalten zugesetzten Zucker. Er steckt in Gemüsebrühe und Wurst, Tomatenund Grillsoßen, Joghurt und Müsli, Pizza und Brot. Auch zugesetzte Fruktose ist Zucker und steht in Verdacht, im Übermaß zu Leberverfettungen zu führen. In der Zutatenliste der Lebensmittelverpackungen tauchen Zuckerarten unter bis zu 70 verschiedenen Namen auf. Für viele Verbraucher ist häufig nicht ersichtlich, dass es sich überhaupt um Zucker handelt.

Zucker berechnen
Wer Snacks und Mahlzeiten berechnen muss, und dabei sogenannte Brot- (BE) oder Kohlenhydrateinheiten (KE) zugrunde legt, muss einiges im Blick haben: Zusätzlich zu den BE/KE muss berücksichtigt werden, ob auch Fett und Eiweiß in einer Mahlzeit enthalten sind und ob es sich um Einfach-, Zweifach- oder Mehrfachzucker handelt. Das hat Einfluss auf das Verhalten des Blutzuckers und die benötigte Insulinmenge.

Zuckerarten
Mit Zucker ist in der Regel weißer Haushaltszucker, die sogenannte Saccharose gemeint. Es gibt aber zahlreiche weitere Zuckerarten. Im Prinzip setzen sich alle Kohlenhydrate aus Zuckerketten zusammen. Je nach Anzahl der Zuckerbausteine werden Kohlenhydrate in drei Gruppen unterteilt:

Einfachzucker (Monosaccharide): Hierzu gehört Traubenzucker (Glukose), der für den schnellsten Blutzuckeranstieg sorgt.

Zweifachzucker (Disaccharide): Hierzu zählt der Haushaltszucker (Saccharose), der sich aus den beiden Bausteinen Glukose und Fruktose zusammensetzt und den Blutzucker ebenfalls relativ schnell ansteigen lässt. Einfach- und Zweifachzucker stecken in Süßigkeiten, Gebäck und gesüßten Getränken. Meist bloße Energieträger, enthalten sie keine Vitamine oder Mineralstoffe.

Mehrfachzucker (Oligosaccharide) und Vielfachzucker (Polysaccharide): Diese Zucker, die vor allem in Vollkornprodukten, Kartoffeln und Hülsenfrüchten enthalten sind, lassen den Blutzucker nach dem Essen langsamer ansteigen, weil sie vor der Aufnahme ins Blut erst aufgespalten werden müssen. Hierzu werden sie im Verdauungstrakt zunächst wieder in Einfachzucker, also Glukose, zerlegt, bevor sie in die Blutbahn gelangen, wo das Hormon Insulin diese Energie in die Körperzellen transportiert. Das lernt man als Diabetiker bereits in den ersten Schulungen.

Kategorie: Nährwerte berechnen

Schlagwörter: Ernährung | Lebensmittel | Nährwertangabe | Zucker | Zuckerersatz

Diabetes & Ernährung

An alles gedacht? Teil II

Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett: Um die optimale Insulinmenge zu berechnen, sind nicht nur die Kohlenhydrate, sondern auch Fett- und Eiweißmengen von Bedeutung.

Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett: Um die optimale Insulinmenge zu berechnen, sind nicht nur die Kohlenhydrate, sondern auch Fett- und Eiweißmengen von Bedeutung.

mehr lesen...

Sind Light-Produkte und Stevia besser?

Light-Produkte können eine Alternative sein, wenn sie zuckerreduziert bzw. mit Süßstoffen gesüßt sind. Trotzdem können sie unter dem Strich locker ebenso viele Kalorien haben wie

Light-Produkte können eine Alternative sein, wenn sie zuckerreduziert bzw. mit Süßstoffen gesüßt sind. Trotzdem können sie unter dem Strich locker ebenso viele Kalorien haben wie andere Produkte.

mehr lesen...

Kalorien mundgerecht in neuer Auflage

Über 40 Jahre, über 40 000 Nährwertangaben, rund 4 000 Lebensmittel: Das praxisorientierte Handbuch liefert umfangreiche Nährwerttabellen mit Wertangaben zu Kilokalorien, Eiweiß,

Über 40 Jahre, über 40 000 Nährwertangaben, rund 4 000 Lebensmittel: Das praxisorientierte Handbuch liefert umfangreiche Nährwerttabellen mit Wertangaben zu Kilokalorien, Eiweiß, Ballaststoffen und Fett.

mehr lesen...