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Weniger Kohlenhydrate, mehr Eiweiß und gutes Fett

Weniger Kohlenhydrate, mehr Eiweiß und gutes Fett
©iStock.com/fcafotodigital

Die Zeiten, in denen man Diabetikern grundsätzlich empfohlen hat, auf gezuckerte Speisen zu verzichten, sind vorbei. Aber eine Entwicklung, die zunehmend Bedeutung gewinnt, ist die Kritik am Zuckerkonsum generell. Inzwischen wird allen Menschen geraten, ihren Zuckerkonsum zu minimieren. Am ernährungswissenschaftlichen Horizont – so könnte man sagen – zeichnet sich eine allgemeine Kehrtwende ab. Die jahrzehntelang gültigen Empfehlungen, sich möglichst fettarm zu ernähren und den größten Teil der zugeführten Energie aus Kohlenhydraten zu beziehen, sind gründlich ins Wanken geraten. Mehr noch: Sie sind dem aktuellen Stand der Wissenschaft zufolge nicht mehr haltbar. Dies gilt für Menschen mit und ohne Diabetes gleichermaßen. Was heißt das konkret? Nun, wir müssen umdenken und unseren Verzehr von Kohlenhydraten – zumal wenn es sich um die „leeren“ Varianten wie in Süßigkeiten und Weißbrot handelt – herunterfahren und den Anteil der Proteine und guten Fette erhöhen. Dies erfordert ein Umdenken und Umstellen mitunter fest eingefahrener Ernährungsgewohnheiten.

Die Macht der Gewohnheit analysieren
Hat sich ein Verhalten einmal eingeschliffen, ist es meist schwer, es zu ändern, egal wie fest wir es uns vornehmen. Wer versteht, wie der Mechanismus einer Gewohnheit funktioniert, hat es ein wenig leichter. Zunächst geht es darum, zu hinterfragen, welche Auslöser dazu führen, dass das Verlangen nach ganz bestimmten Dingen erwacht. Wann genau geschieht es und welche Bedürfnisse werden damit befriedigt? Wann greifen wir zu Cola, Fanta & Co? Warum gelingt es uns nicht, an der Bäckerei vorbeizugehen, ohne für den Nachmittag im Büro noch ein süßes Teilchen zu sichern? Warum glauben wir, dass ein Salat nur in Kombination mit reichlich Baguette schmeckt? Was passiert, wenn wir die Softdrinks für eine Weile aus unserem Leben verbannen, nachmittags anstelle des Kuchentellers eine Schale mit Nüssen auf den Tisch stellen und das Weißbrot einfach durch Vollkornbrot ersetzen oder – noch besser – Saaten, Kerne und Nüsse über den Salat streuen? Eines ist klar: Nüsse wirken sich anders aus als Kuchen oder Weißbrot. Und vermutlich muss man hier ein wenig experimentieren, um herauszufinden, wie der Blutzucker reagiert, denn Nüsse enthalten sehr viel Fett. Aber – und genau das ist ein entscheidender Punkt – sie stecken voller einfach und mehrfach ungesättigter Fettsäuren, die sogar dabei helfen können, die Insulinresistenz zu verbessern und damit den Blutzuckerspiegel im Lot zu halten.

Fortsetzung folgt...

Kategorie: Abnehmen

Schlagwörter: Abnehmen | Ernährung | Gemüse | Genuss | Gesunde Ernährung

Diabetes & Ernährung

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