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Pilzinfektion - und jetzt?

© Dmitry Sunagatov - Fotolia.com

Trockene, rissige Haut ist die wichtigste Eintrittspforte für Bakterien und Pilze, welche Infektionen der Haut auslösen können. Sie werden vor allem von zwei Faktoren begünstigt:

  • einer reduzierten Immunabwehr, die bei schlechter Diabeteseinstellung typisch ist.
  • hohen Blutzuckerwerten, die einen idealen Nährboden für Bakterien und Pilze bilden.

Hefepilz-Infektionen (Candida-Infektionen)
Hefepilz-Infektionen finden sich vor allem an Bereichen des Körpers, bei denen Haut auf Haut liegt, zum Beispiel im Genitalbereich, in Hautfalten, unter der Achselhöhle, in der Mundhöhle bzw. im Mundwinkel. In dieser feuchten Umgebung finden Pilze einen idealen Nährboden. Solche Hefepilzerkrankungen kommen bei Diabetikern häufig im Genitalbereich vor. Kennzeichnend ist hier ein Brennen und Jucken. Ein weiteres Beispiel ist der „Soor“ in der Mundhöhle, der sich durch weißliche, abstreifbare oder rötliche Beläge mit brennenden Schmerzen auf der Zunge äußern kann.

Fadenpilz-Infektionen (Dermatophyten-Infektionen)
Diese Gruppe ist meist für Pilzerkrankungen an Füßen und Beinen verantwortlich. Klassisch ist der „Fußpilz“ in den Zehenzwischenräumen. Auch der Nagelpilz (Onychomykose) wird meist von Dermatophyten ausgelöst. Die Therapie der Pilzerkrankungen erfolgt i.d.R. mittels Anwendung lokaler Antimykotika nur nach vorheriger Absprache mit dem Arzt.

Experten-Tipp
Dr. med. Christian Kors Facharzt für Dermatologie, Venerologie, Proktologie und Allergologie, Berlin

Nicht selbst behandeln
„Die Erreger von Fußpilz gedeihen gerne im feuchten Milieu. Deshalb sollten Sie Zehenzwischenräume nach Wasserkontakt immer gut abtrocknen. In öffentlichen Duschen und Hotelzimmern bieten Badeschuhe den besten Schutz vor Infektionen.

Pilzinfektionen, zum Beispiel an den Füßen oder Nägeln, sollten Diabetiker nicht selbst mit frei verkäuflichen Präparaten aus der Apotheke behandeln. Sie gehören immer in die Hand eines Arztes. Die betroffenen Stellen sind ideale Eintrittspforten für Bakterien, die zusätzlich eine bakterielle Infektion verursachen können. Für die Diagnostik einiger Pilzerkrankungen ist es zudem wichtig, dass nicht mit einem Präparat (Antimykotikum) vorbehandelt wurde.

Bei Pilzerkrankungen unerlässlich: Wäsche, die mit den betroffenen Stellen in Kontakt kommt (Socken, Unterwäsche, Handtücher etc.) sollten häufig gewechselt und entweder bei mindestens 60 °C oder bei niedrigeren Waschtemperaturen zusätzlich mit einem sogenannten Wäsche-Hygienespüler gewaschen werden. Bedenken Sie bei den Hygienemaßnahmen auch, dass Pilzerkrankungen ansteckend sind.“

Kategorie: Hauterkrankungen

Schlagwörter: diabetischer Fuß | Fußpflege | Hautinfektion | Hautpflege | Hautschutz

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