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Davon hängt die Insulinwirkung ab

Pens erleichtern die Injektion
© Stockphoto / aydinmutlu

Insulin wird beim Gesunden von der Bauchspeicheldrüse direkt in das Blut abgegeben und wirkt sehr schnell. Bei Diabetikern, die Insulin spritzen, muss es einen Umweg über das Unterhautfettgewebe nehmen, aus dem es erst in die Blutbahn aufgenommen und dann an die Leber-, Muskel- und Fettzellen transportiert wird. Daher tritt die Wirkung im Vergleich zum körpereigenen Insulin verzögert ein. Wichtig für die Wirkung sind folgende Faktoren:

Die richtige Nadellänge

  • Insulin wirkt nur dann wie vorgesehen, wenn es in das Unterhautfettgewebe gespritzt wird.
  • Um eine Injektion in den Muskel zu vermeiden, ist es wichtig, eine Pen-Nadel bzw. bei Infusionssets für die Insulinpumpen-Therapie eine Kanüle in passender Länge zu verwenden.
  • Die für Sie passende Nadellänge sollten Sie gemeinsam mit Ihrem Diabetesteam auswählen.

Der richtige Injektionsort

  • Insulin kann in den Bauch, in das Gesäß oder in den Oberschenkel gespritzt werden. Diese Stellen eignen sich auch für die Platzierung des Infusionsets bei der Insulinpumpen-Therapie.
  • Der Oberarm ist weniger geeignet, da hier die Gefahr besteht, einen Muskel zu treffen. Das ist nicht nur schmerzhaft, sondern führt auch zu einer anderen Insulinwirkung, weil das Insulin im Muskel schneller aufgenommen und abgebaut wird.
  • Human- und Mischinsuline werden am Bauch am schnellsten aufgenommen, während die Insulinaufnahme am Gesäß und am Oberschenkel länger dauert. Bei Analoginsulinen gibt es diese Unterschiede nicht.
  • Ihr Diabetesteam wird Ihnen zeigen, an welche Stellen Sie das kurz und lang wirkende Insulin spritzen müssen. Daran sollten Sie sich unbedingt halten.

Kategorie: Experten-Tipps

Schlagwörter: Insulinabgabe | Insulininjektion | Insulinpens | Nadellänge

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