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Insuline für die Diabetestherapie

© Stockphoto / aydinmutlu

Insuline werden nach ihrer Verwendung (Basal- und Bolusinsulin), ihrem Ursprung (Human- oder Analoginsulin) und ihrer Wirkung (schnell bzw. langsam wirkend – kurz bzw. lang wirkend) unterschieden. Dazu kommen die Mischinsuline, bei denen lang und kurz wirksames Insulin kombiniert wird.

Basal- und Bolusinsulin

Je nach Diabetestherapie werden lang und/oder kurz wirkende Insuline benötigt, um die Funktion der Bauchspeicheldrüse nachzuahmen. Dabei unterscheidet man:

Insulin-Grundbedarf (Basalinsulin)
In kurzen Abständen schüttet die Bauchspeicheldrüse beim Gesunden kleine Mengen an Insulin aus, um die Grundversorgung des Körpers mit Glukose sicherzustellen. Dieses Insulin wird in der Diabetestherapie als „Basalinsulin“ bezeichnet. Es wird je nach Therapie ein oder zweimal am Tag gespritzt und ist lang wirkend.

Mahlzeiteninsulin (Bolusinsulin)
Zu den Mahlzeiten schüttet die Bauchspeicheldrüse des Gesunden zusätzliches Insulin aus, um die Glukose aus der Nahrung zu verwerten. Dieses Insulin wird in der Diabetestherapie als „Bolusinsulin“ bezeichnet. Es wird zu jeder Mahlzeit gespritzt und ist kurz wirkend.

Human- und Analoginsulin

Humaninsulin
Bis Anfang der 1980er Jahre wurde Insulin ausschließlich aus Bauchspeicheldrüsen von Tieren (Schwein, Rind) gewonnen. Dieses sogenannte tierische Insulin weist leichte Unterschiede zum menschlichen Insulin auf und wird heute so gut wie nicht mehr verwendet. Seit 1982 ist es möglich, Insulin auch gentechnisch herzustellen. Dieses Insulin wird Humaninsulin genannt, weil es dem Insulin entspricht, das in der Bauchspeicheldrüse des Menschen produziert wird.

Analoginsulin
Analoginsulin („künstliches Insulin“) gibt es seit 1996. Wie Humaninsulin wird es gentechnisch mit Hilfe von Bakterien und Hefen hergestellt. In seiner chemischen Struktur unterscheidet es sich allerdings vom Humaninsulin: Die Positionen einzelner Eiweißbausteine des Insulinmoleküls sind verändert. Diese kleinen Veränderungen haben einen wichtigen Effekt: Die Wirkung des Insulins tritt schneller ein und es ergeben sich andere Wirkprofile als bei Humaninsulin.

Lang wirkende Insuline

Andere Bezeichnungen sind Basal-, Verzögerungs-, Intermediär-, Langzeit- oder Depotinsulin.

  • Diese Insuline decken den Grundbedarf des Körpers an Insulin unabhängig von den Mahlzeiten ab.
  • Ihre Wirkung ist verzögert und lang anhaltend.
  • Lang wirkende Insuline werden zu festen Uhrzeiten gespritzt – je nach Therapie ein bis zweimal am Tag, morgens und/oder abends.
  • Sie werden in der intensivierten konventionellen Insulintherapie (ICT) eingesetzt.
  • Außerdem werden sie im Rahmen der basal unterstützten oralen Therapie (BOT) 1 sowie in Mischinsulinen verwendet.

Kurz wirkende Insuline

Andere Bezeichnungen sind Bolusinsulin, Kurzzeit insulin, Mahlzeiteninsulin oder Normalinsulin.

  • Diese Insuline decken den Insulinbedarf des Körpers zu den Mahlzeiten, in Abhängigkeit von der Kohlenhydrat aufnahme.
  • Mit ihnen lassen sich außerdem erhöhte Blutzuckerspiegel korrigieren.

Mischinsuline (Kombinationsinsuline)

  • Diese Insuline enthalten ein kurz und ein lang wirkendes Insulin in unterschiedlichen Mischungsverhältnissen (z.B. 30/70 = 30 % schnell wirkendes + 70 % lang wirkendes Insulin).
  • Sie wirken sowohl schnell als auch lang anhaltend.
  • Mischinsuline werden meist 1- bis 2-mal täglich gespritzt.
  • Sie werden in der konventionellen Therapie (CT) überwiegend bei Typ-2-Diabetes eingesetzt.

Kategorie: Produkte Pen-Therapie

Schlagwörter: Basalinsuline | Bolusinsuline | Insuline | Insulininjektion

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