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Nonstop messen: Was CGM-Systeme leisten können

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Sechsmal oder häufiger am Tag den Blutzucker zu messen: Was für Diabetiker eine tägliche Herausforderung ist, liefert tatsächlich nur Momentaufnahmen im ständigen Auf und Ab der Werte. Anders bei der kontinuierlichen Glukosemessung. 1999 kamen die ersten Systeme für den Einsatz in der Klinik auf den Markt. Seit 2005 gibt es auch Systeme, die Patienten im Alltag einsetzen können. Zurzeit sind es fünf. Drei davon (FreeStyle Navigator, Dexcom G4 PLATINUM und Guardian REAL Time) sind reine CGM-Systeme. Bei zwei weiteren (Paradigm Veo und Animas Vibe) lassen sich die Insulinpumpen mit den entsprechenden Sensoren zu CGM-Systemen erweitern und ermöglichen so eine „sensorgestützte Insulinpumpen-Therapie“.

Die Technik
Um eines gleich vorwegzunehmen: Ein CGM-System zeigt nicht den Blutzuckerwert in Echtzeit an. Dies hat zwei Gründe: Zum einen misst es gar nicht den Blutzucker (sonst müsste die Messelektrode in der Vene liegen), sondern den Gewebezucker. Zum anderen wird der Wert aus technischen Gründen zeitverzögert dargestellt. Und so funktioniert es: Zur Messung wird ein Sensor ins Unterhautfettgewebe gelegt, der in der Zwischenzellflüssigkeit (Interstitium) die Glukose misst. Dieser Glukosewert wird an den Empfänger bzw. die Insulinpumpe übermittelt und dort gespeichert. Alle fünf bis zehn Minuten, je nach Modell, wird der Wert auf dem Display aktualisiert. Trendpfeile zeigen an, wie sich der Gewebezucker in nächster Zeit entwickeln wird – wichtig vor allem bei niedrigen Werten. Untersuchungen haben gezeigt, dass Blutzucker und Gewebezucker im Prinzip gut übereinstimmen. Dies gilt aber nur, solange der Blutzucker stabil ist. Sinkt oder fällt der Blutzucker sehr schnell, kann es sein, dass die Trendanzeige dieser Veränderung hinterher hinkt. Die Systeme liefern also kein Abbild des Blutzuckers, sondern Werte, die interpretiert werden müssen.

Nie mehr messen?
Menschen mit Diabetes und ihre Ärzte schätzen an der kontinuierlichen Messung, dass sie den Stoffwechsel rund um die Uhr beobachten und Therapieentscheidungen besser treffen können. Diabetiker hoffen auch, sich damit den „Pieks“ in der Finger zu ersparen. Dies trifft nur teilweise zu. Alle CGM-Systeme müssen regelmäßig kalibriert werden, um richtig funktionieren zu können. Je nach Modell heißt das: ein- bis dreimal pro Tag Zucker messen und das CGM-System mit dem „echten“ Wert füttern.

Einsatz in Klinik und Praxis
CGM-Systeme wurden ursprünglich für den Einsatz unter ärztlicher Überwachung entwickelt. In vielen Arztpraxen und Kliniken ergänzen sie heute bereits die Behandlung. Das CGM-System kann zum Beispiel für mehrere Tage getragen werden, um unerklärliche Schwankungen im Blutzuckerverlauf aufzudecken oder Therapieanpassungen zu kontrollieren. Eingesetzt werden beim Arzt meist spezielle CGMSysteme, bei denen die Werte „verblindet“ gespeichert und später ausgewertet werden. Der Patient selbst bekommt also von den Werten bei der Messung gar nichts mit.

Kategorie: CGM

Schlagwörter: Blutzuckerwerte | CGM | Genehmigung | Glukosemessung | Insulinpumpen-Therapie

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