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Von der Entscheidung bis zur Schulung

© Serhiy Kobyakov - Fotolia.com

Eine Insulinpumpe wird Sie 24 Stunden am Tag begleiten. Wie ist das, Tag und Nacht dieses „Ding“ zu tragen? Beim Sport? Nachts? Beim Sex? Das kann Ihnen keine Broschüre vermitteln. Am besten unterhalten Sie sich darüber mit Pumpenträgern. Vielleicht können Sie eine Insulinpumpe in der Diabetesberatung einen Tag „trocken“ ausprobieren.

Die Erfahrung zeigt: Wer sich einmal für eine Insulinpumpe entschieden hat, will sie selten wieder ablegen. Die Vorteile der Therapie sind überzeugend.

Diese Fragen können Ihnen bei Ihrer Entscheidung helfen:

  • Ist Ihre Stoffwechseleinstellung mittels der ICT nicht zufriedenstellend bzw. möchten Sie diese verbessern?
  • Haben Sie häufiger Unterzuckerungen bzw. nehmen Sie diese nicht mehr richtig wahr?
  • Wachen Sie morgens des öfteren mit hohen Blutzuckerwerten auf („Dawn Phänomen“)?
  • Hat Ihr Arzt Ihnen bereits eine Insulinpumpe empfohlen?
  • Treiben Sie gerne Sport bzw. bewegen Sie sich gerne und möchten flexibel sein – mit weniger Planung und weniger zusätzlichen Kohlenhydraten zum Sport?
  • Möchten Sie morgens auch mal ausschlafen?
  • Haben Sie oft Stress im Beruf oder in der Familie, und leiden Ihre Blutzuckerwerte darunter?
  • Planen Sie eine Schwangerschaft?
  • Ist an Ihrem Arbeitsplatz eine hohe Flexibilität gefordert?

Der Weg zu Ihrer Insulinpumpe: Die Genehmigung

Eine Insulinpumpe können Sie nicht einfach bei Dia-Expert bestellen. Sie muss vorher von Ihnen und Ihrem Arzt bei der Krankenkasse beantragt und von ihr genehmigt werden. Erste Voraussetzung für die Genehmigung ist das Vorliegen einer Indikation für die Insulinpumpen-Therapie. So sieht der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) vor, „dass eine Insulinpumpen-Therapie vom Grundsatz her zunächst nur für ausgewählte Patienten mit einem Diabetes mellitus Typ 1 aus allen Altersgruppen in Frage kommt, deren Stoffwechsel durch eine ICT mit mehrfach täglicher Insulininjektion trotz Ausschöpfung von deren therapeutischen Möglichkeiten nicht ausreichend gut einstellbar ist.“ (Quelle: www.diabetes-technologie.de).

Sollten Sie sich zu dieser Therapie entschließen, erstellt Ihr Arzt ein diabetologisch-fachärztliches Gutachten. Dazu gehören Angaben zu Ihrem HbA1c, Ihren Therapiezielen und zur Häufigkeit von Unterzuckerungen mit Fremdhilfe. Außerdem sind eine Kopie des Gesundheitspasses und Ihrer Tagebücher der letzten drei Monate unter der intensivierten Therapie (ICT) erforderlich.

Nach Beginn der Therapie wird die Insulinpumpe zunächst für eine mehrmonatige Erprobungsphase genehmigt. Ob sie dann weitergeführt werden darf, entscheidet der MDK nach Vorlage der Tagebücher der vergangenen drei Monate.

Kategorie: Pumpenteam-Tipps

Schlagwörter: Insulinpumpe | Insulinpumpen-Therapie | Pumpeneinstellung | Pumpenschulung

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