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„Wenn schon eine Insulinpumpe, dann ohne Schlauch“

© Dr. Carolin S.

2013 war ein wichtiges Jahr für Carolin S. Sie hat geheiratet, zwei weitere „Projekte“ gestartet und eines abgeschlossen. Zum einen haben sie und ihr Mann begonnen, in einem Kölner Vorort zu bauen. Das Haus, das ein Bauträger errichtet, ist jetzt halb fertig, „aber es steckt noch viel Arbeit drin“, meint sie. „Wir hoffen, dass wir im Februar 2015 einziehen können.“ Das andere Projekt, das sie zielstrebig in die Hand genommen hat, ist die Optimierung ihres Blutzuckers. Sie und ihr Mann wünschen sich Kinder, „und als Diabetikerin muss man das ja gut vorbereiten.“ Seit November 2013 trägt die 33-jährige deshalb ein System zur kontinuierlichen Glukosemessung (CGM), das die Krankenkasse für eben diesen Zweck genehmigt hat. „Ist schon etwas anstrengend, aber auch wichtig und gut, denn ich kann Trends erkennen und entsprechend gegensteuern“, meint sie. „Das wird auch während der Schwangerschaft nützlich sein.“ So wie das andere „Gerät“, das sie am Bauch trägt: den Pod der Insulin-Patch-Pumpe mylife OmniPod. Es ist ihre erste Insulinpumpe. Vor drei Jahren ist sie von der ICT auf die Insulinpumpen-Therapie umgestiegen – zunächst mit gemischten Gefühlen. „Ich hatte schon Gedanken wie ‚Wenn ich eine Pumpe trage, bin ich für alle sichtbar krank‘. Andererseits wollte sie gerne eine Insulinpumpe, denn sie war schon damals sportlich sehr aktiv, und mit der ICT war das nur schwer zu vereinbaren. Ihr Diabetologe gab grünes Licht, auch ihr Mann unterstützte die Umstellung. Der Entschluss stand fest: „Wenn schon eine Insulinpumpe, dann ohne Schlauch.“ Die Einstellung auf die Insulin-Patch-Pumpe mylife OmniPod fand ambulant in einer Kölner Arztpraxis statt. „Am Ende war es unproblematisch“, erzählt die 33-jährige.

Diabetes und Sport, das ließ sich fortan mit der Patch-Pumpe besser vereinbaren. „Man ist flexibler, weil man die Basalrate besser anpassen kann“, meint sie. Kleine Probleme hatte sie nur am Anfang mit dem Pod. „Weil ich teilweise stark schwitze, habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, den Pod zusätzlich zu fixieren, damit er sich nicht löst. Zum Glück habe ich Duschpflaster gefunden, mit denen klappt das prima.“ Gut auch, dass der Pod inzwischen in der zweiten Generation kleiner und leichter ist, findet Carolin S.

Täglich radelt die 33-jährige zu ihrem Arbeitsplatz. Hin und zurück sind das 27 km. In ihrer Freizeit absolviert sie zusätzlich ein Laufprogramm, wann immer es passt. 2003 ist sie ihren ersten Marathon gelaufen, in New York. Danach folgten noch zwei weitere in Köln, auf die sie sich unter anderem mit dem Diabetes-Programm-Deutschland vorbereitet hat, in dem Läufer professionell begleitet werden. „Das war super“, meint sie, deshalb möchte ich hier auch ein bisschen Werbung dafür machen.“

Kategorie: Erfahrungsberichte

Schlagwörter: Blutzuckerwerte | Insulin-Patch-Pumpe | Kinderwunsch | Schwangerschaft | Sport

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