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Basiswissen CGM, rtCGM, FGM

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CGM oder rtCGM
CGM steht für „Continuous Glucose Monitoring“, auf Deutsch: kontinuierliche Glukosemessung – und bereits der Begriff weist auf den wichtigsten Unterschied zu einem konventionellen Blutzucker- Messgerät hin: CGM-Systeme liefern rund um die Uhr einen kontinuierlichen Überblick über die Glukosewerte. Am Tag und in der Nacht. Dabei besteht ein CGMSystem aus drei Komponenten: Ein Sensor, der am Bauch oder Oberarm angebracht wird, misst den Gewebezucker, also die Glukosekonzentration im Zwischenzellraum. Über den Sender (auch Transmitter genannt), der am Sensor befestigt ist, werden die Ergebnisse an den Empfänger geschickt. Das kann ein spezieller Empfänger oder das Smartphone sein, auf dem über eine App die Daten anzeigt und gespeichert werden. Auch eine CGM-fähige Insulinpumpe kann als Empfänger dienen. rtCGM heißen die Systeme auch, da sie den Blutzucker „real-time“, also in Echtzeit, kontrollieren. Ganz korrekt ist die Bezeichnung allerdings nicht, da der Gewebezucker dem Blutzucker etwas hinterher hinkt. Die Unterschiede lernt man in einer Schulung kennen und zu beurteilen.

Manuell nachmessen
Komplett überflüssig wird die konventionelle Blutzuckermessung durch die rtCGM-Systeme nicht. Für eine Kalibrierung muss mindestens ein- bis zweimal täglich an der Fingerbeere der Blutzuckerwert gemessen und die Daten mit dem System abgeglichen werden. In manchen Situationen – etwa wenn der Anwender unsicher ist, ob der angezeigte Wert stimmt – ist es zudem durchaus sinnvoll, nachzumessen. Mitunter ist das eigene Gefühl also ein guter Ratgeber. Der große Vorteil der rtCGM-Geräte ist, dass sie sowohl Anwender wie auch Behandler über Situationen aufklären, die sonst im Verborgenen bleiben. So zum Beispiel nächtliche Unterzuckerungen, Werte während sportlicher Betätigung oder eine lückenlose Aufzeichnung der Werte nach den Mahlzeiten. Sollte es zu einer Über- oder einer Unterzuckerung kommen, schlagen die meisten Geräte automatisch Alarm. Seit 2016 gehören rtCGM-Systeme zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkasse. Gemeinsam mit dem Arzt muss ein Antrag gestellt werden, der bei der Krankenkasse geprüft und entschieden wird.

FGM
Hinter der Abkürzung FGM verbirgt sich das Flash-Glucose-Monitoring. Das System wirft eine Art Schlaglicht („flash“) auf die Glukosekonzentration – in dem Moment, in dem der Nutzer die Information gezielt abruft. Im Gegensatz zum rtCGM werden beim FGM nämlich nicht kontinuierlich Daten an einen Empfänger gesendet und bewertet. Vielmehr muss der Anwender ein kleines Auslesegerät oder das Handy mit installierter App direkt am Glukosesensor, der am Oberarm angebracht wird, vorbeiführen. Dadurch wird der aktuelle Gewebezuckerwert gescannt und erscheint als Kurve der letzten acht Stunden auf dem Empfänger. Obgleich die Werte minütlich gelesen und für weitere acht Stunden gespeichert werden, gilt dieses System nicht als rtCGM. Es gibt keine Alarmfunktion und eine Kalibrierung ist nicht notwendig. Einige gesetzliche Krankenkassen haben ihre Satzungen zugunsten des Freestyle Libre erweitert und übernehmen teilweise die Kosten für das System.

Kategorie: CGM

Schlagwörter: Blutzucker | CGM | Gewebezucker | Glukosemessung | rtCGM

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