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Erst einmal kein Insulin geben

Teil II

© magele - Fotolia.com

Hülsenfrüchte sind preiswert und vielseitig in der Küche verwendbar. In getrockneter Form sind sie sehr lange haltbar und als Vorrat im Küchenschrank jederzeit einsatzbereit. Klassisch für Suppen und Salate, aber auch für Bratlinge und Brotaufstriche.

Unsere Expertin: Claudia Maria Braun, Diabetesberaterin DDG aus Nürnberg

ff: Frau Braun, was macht Hülsenfrüchte so besonders?
Braun: Vor allem sind das die Ballaststoffe, die für ein langes Sättigungsgefühl sorgen. Mahlzeiten mit Hülsenfrüchten sind daher gut geeignet, um langfristig abzunehmen bzw. das Gewicht zu halten.

ff: Und wie verhält es sich mit den Kohlenhydraten?
Braun: Hülsenfrüchte haben zwar Kohlenhydrate, das steht ja auch auf der Packung, beispielsweise bei Erbsen oder Linsen. Aber die stammen hauptsächlich aus Ballaststoffen. Der Körper kann sie nicht richtig verwerten – einen großen Teil scheidet er über den Darm unverdaut aus. Dadurch kommen die Kohlenhydrate im Blut fast gar nicht an.

ff: Wie berechne ich eine Mahlzeit mit Hülsenfrüchten richtig?
Braun: Wir empfehlen den Patienten, eine Tellerportion mit bis zu 200 g Hülsenfrüchten gar nicht anzurechnen. Wenn Sie dafür Insulin spritzen würden, könnte eine Unterzuckerung die Folge sein. Besonders Patienten, die nach langjährigem Diabetes eine Gastroparese, also eine Magenentleerungsstörung haben, dürfen für eine Mahlzeit mit Hülsenfrüchten kein Insulin spritzen. Drei bis vier Stunden nach der Mahlzeit sollten sie den Blutzucker messen und eventuell Insulin zur Korrektur geben, wenn der Wert zu hoch ist. Bitte nicht vorher, sonst besteht die Gefahr einer Unterzuckerung.

Kategorie: Bolus

Schlagwörter: Ballaststoffe | Bolusinsulin

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