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Insulinpumpe und rtCGM

© Privat

Susanne Großkopf trägt seit etwa 13 Jahren eine Insulinpumpe. Auch in Sachen rtCGM ist sie erfahren. Die kontinuierliche Glukosemessung hat sie bereits in der ersten Schwangerschaft schätzen gelernt. Das ist inzwischen sechs Jahre her. Die dreifache Mutter hat seit 22 Jahren Typ-1-Diabetes. „Damals“, erinnert sie sich, „ich war 10 Jahre alt, musste ich das Insulin noch selber anmischen und mit Einwegspritzen injizieren. Das ist heute unvorstellbar.“

Insulinpumpengestütztes rtCGM
Seit etwa zwei Jahren verwendet Susanne Großkopf ein insulinpumpengestütztes rtCGM-System: die Insulinpumpe MiniMed 640G in Verbindung mit dem Enlite rtCGM-Sensor. „Ich habe mich dafür entschieden, weil meine Tochter das gleiche System nutzt.“ Lilli ist das mittlere ihrer drei Kinder und inzwischen drei Jahre alt. Als sie mit 18 Monaten an Typ-1- Diabetes erkrankte, war die rtCGM-fähige Insulinpumpe von Medtronic gerade neu auf dem Markt. Das Spritzen mit dem Pen gestaltete sich schwierig, weil die Insulinmenge, die Lilli anfangs benötigte, sehr gering war. Mit der MiniMed 640G lassen sich sehr geringe Insulindosen einstellen. „Außerdem“, so Susanne Großkopf, „ist eine automatische Hypo-Abschaltung integriert. Das war uns wichtig und das wollte ich bei meiner dritten Schwangerschaft auch haben.“

Hypo-Abschaltung
Die Hypo-Abschaltung ist eine Funktion des rtCGM-Systems von Medtronic in Verbindung mit der Insulinpumpe. Ist die Funktion aktiviert, schaltet die Pumpe die Insulinabgabe automatisch für bis zu zwei Stunden ab, wenn der Blutzuckerspiegel einen voreingestellten Wert erreicht hat. Danach nimmt sie ebenfalls automatisch die Insulinabgabe gemäß dem voreingestellten Wert wieder auf. Alle anderen Sensorfunktionen sind während der Insulinabschaltung weiter verfügbar. „Gerade zu Beginn und dann wieder gegen Ende der Schwangerschaft rutscht man schnell und oft völlig unvorbereitet in eine Hypo“, erzählt Susanne Großkopf. „In der Stillzeit wird das nochmal schlimmer.“

Gut durch Schwangerschaft und Stillzeit
Mithilfe der MiniMed 640G und des Enlite-Systems ist Susanne Großkopf gut durch Schwangerschaft und Stillzeit gekommen. Unterzuckerungen habe es reichlich gegeben. Aber es war nie dramatisch. „Das System hat mich immer rechtzeitig gewarnt.“ Häufig habe sie beim Stillen etwas essen müssen.

Das passende System finden
Bevor man sich für ein System entscheidet, sollte überlegt werden: Was ist wichtig für mich oder für mein Kind? Mit einem rtCGM übernimmt man gleichzeitig mehr Verantwortung. Transparenz und Datenflut können auch überfordern. Manchmal muss man Systeme erst ausprobieren, um zu wissen, ob sie passen. Aus diesem Grund genehmigen Kassen eine Therapieform zunächst nur für eine begrenzte Zeit.

Kategorie: Produkte Pumpen-Therapie

Schlagwörter: CGM | Hypoglykämie | rtCGM | Therapieanpassung

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